Im Hitzesommer 2003 starben in der Schweiz fast 1000 Personen mehr als in kühleren Sommern. Darunter waren vor allem ältere Menschen, denn diese leiden unter den hohen Temperaturen besonders.

«Mir macht die Hitze wirklich Mühe», sagt Ruth Schenk, Bewohnerin des Altersheims Steinfeld in Suhr, gegenüber «TeleM1». Sie schwitze von morgens bis abends – selbst wenn sie nur ruhig auf ihrem Stuhl sitze. Damit sich die Altersheim-Bewohner abkühlen können, stehen an der 1.-August-Feier auf jedem Tisch in Eiswasser getränkte Waschtücher.

Weniger Mühe hat die 100-jährige Ruth Schenk, die im Pflegeheim Herosé in Aarau wohnt. «Wenn mir zu heiss wird, gehe ich aufs Zimmer und wasche mich ab», sagt sie locker.

Mehr Patienten auf Notfällen

Steigen die Temperaturen über 30 Grad, finden sich auch auf den Notfällen mehr ältere Menschen ein. Häufig trinken sie zu wenig, sagt Ulrich Bürgin, Chefarzt auf dem Notfall des Kantonsspitals Aarau. «Dann haben sie mehr Nierenstein, zum Teil auch Verstopfung oder mehr Rhythmusstörungen.» Die Hitze wirke sich auch auf die Aufmerksamkeit aus: «Wir haben mehr Velostürze oder Personen, die sich in der Küche oder im Garten in den Finger schneiden.»

Und was machen ältere Passanten, um bei diesen Temperaturen cool zu bleiben? «Ich nehme das Taxi, damit ich nicht so viel laufen muss», sagt eine Frau in Aarau. Ein anderer meint, er sei am Morgen aktiv und lege am Nachmittag Siesta ein.

«Viel trinken», rät eine weitere Passantin. «Und das heisst nicht Alkohol, sondern Wasser», fügt sie mit einem Lachen an.