Einen «Bad»-Drink zum Apéro, Balchen-Filet Saltimbocca auf Zitronen-Risotto zur Vorspeise und einen Goldgräber-Teller mit Gemüse und Pommes frites zum Hauptgang. Dieses Menü tischt Fabienne Böll-Roth vom Gasthof Bad Schwarzenberg in Gontenschwil nächste Woche in der Sendung des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) «Mini Beiz, dini Beiz» ihren Gästen auf.

Nicht nur der «Schwarzenberg» wird in der Sendung eine prominente Rolle einnehmen, sondern auch eine Aargauer Polit-Grösse: Renate Gautschy (63), FDP-Grossrätin und Präsidentin der Gemeindeammänner-Vereinigung des Kantons Aargau, tritt als Stammgast auf. Der Anstoss zur Teilnahme der Gontenschwiler Beiz stammt von ihr: «Als letztes Jahr der Gasthof von Rita und Dieter Roth an Fabienne und Flavio übergeben wurde, hatte ich die Idee mitzumachen. Ich habe noch in der gleichen Nacht dem Fernsehen geschrieben», sagt Renate Gautschy.

«Eine sehr, sehr strenge Woche»

Die Gastro-Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» ist ab dem 20. August eine Woche im Aargau zu Gast. Neben dem «Schwarzenberg» sind das Restaurant Kettenbrücke in Aarau, das Restaurant Müli in Mülligen, der Gasthof Bären in Mägenwil sowie das Restaurant Fahr in Künten-Sulz vertreten.

Die Woche – die Dreharbeiten fanden bereits Ende Juni statt – sei sehr spannend, aber vor allem auch sehr, sehr intensiv gewesen. «Entweder man nimmt eine Woche Ferien oder dann ist es einfach nur streng», sagt Stammgast Renate Gautschy, die an fünf Tagen hintereinander, wie sie sagt, «an wunderschönen Orten» essen durfte.

«Mini Beiz, dini Beiz» ist sehr erfolgreich: Im ersten Halbjahr 2018 hatte die Sendung durchschnittlich 209 000 Zuschauer (Marktanteil von 27,4 Prozent). Jeden Tag stellt einer von fünf Stammgästen sein Lieblingsrestaurant vor. «Am eigenen Drehtag ist man zwölf Stunden auf den Beinen und beginnt immer wieder von Neuem», sagt Renate Gautschy. Am Schluss von jeder Folge bewerten die vier eingeladenen Gäste den gesamten Abend nach den drei Kriterien Ambiente, Essen und Preis-Leistungs-Verhältnis und vergeben Punkte. Am Ende der Woche gewinnt, wer die meisten Punkte erhalten hat.

Gibts ein Public Viewing?

Wie der «Schwarzenberg» abgeschnitten hat, kann Wirtin Fabienne Böll nicht verraten. «Wir wissen nicht, wie wir bewertet wurden.» Bei der Punkteverteilung seien nur die Stammgäste dabei und diese dürften sich nicht in die Karten blicken lassen.
Unabhängig vom Rang sind die Aargauer Restaurants froh um die Publizität. Im Fall des «Bad Schwarzenberg« konnte Renate Gautschy und die Wirtin neben dem Essen auch die Gartenterrasse, die Gaststube und – als Besonderheit – die hauseigene Mineralwasser-Quelle präsentieren.

Das «Bad Schwarzenberg» ist am Mittwoch, 22. August auf Sendung. «Wir wurden von Gästen schon angefragt, ob wir ein Public Viewing veranstalten», sagt Fabienne Böll und lacht. Geplant sei noch nichts, ausschliessen will es die junge Wirtin aber nicht.

Die Aargauer Woche von «Mini Beiz, dini Beiz» wird von Montag, 20. August bis Freitag, 24. August um jeweils 18.15 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.