Nachdem bekannt geworden war, dass die neugewählte Regierungsrätin Franziksa Roth das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) von Susanne Hochuli übernehmen wird, sagte sie in der az, sie freue sich sehr darüber, dass sie damit auch Militärdirektorin wird.

Als solche hatte sie am Montagabend im Grossratsgebäude in Aarau ihren ersten offiziellen Auftritt bei einer Entlassungsfeier für Armeeoffiziere. Der Kreiskommandant Aargau, Oberst Rolf Stäuble, gab ihr die verbalen Blumen fürs Militär postwendend zurück: «Wir freuen uns auf Sie.» Als Präsent gab es einen mit militärischer Verpflegung ergänzten Blumenstrauss.

Franziska Roth zeigte sich in ihrer Ansprache beeindruckt von der Leistung der anwesenden Armeeoffiziere, die im Durchschnitt 828 Diensttage geleistet haben. Das zeuge von viel Engagement, Motivation und Durchhaltewillen.

Sie dankte ihnen persönlich und im Namen der Aargauer Regierung. Sie hätten im Dienst bestimmt vieles erlebt, Positives wie Negatives, meinte sie weiter. Die Dienstzeit sei vorbei, die Erinnerungen bleiben, so Roth in der schlichten, stilvollen Feier zu den Klängen des Rekrutenspiels Aarau. Und weiter: «Zum Glück hat der Mensch die Tendenz, vor allem die schönen Erinnerungen zu behalten.»

«Wir brauchen Leute wie Sie. Leute wie Sie mit Ihren Erfahrungen und Ihren Fähigkeiten braucht es in unserem Land.» Roth bat sie, sich weiterhin in der Gesellschaft einzubringen. Darauf seien sie jetzt ja bestens vorbereitet. Denn Sie würden zwar aus der Armee entlassen, aber nicht aus der zivilen Verantwortung. Die Anwesenden brachten es zusammen auf 41'800 Diensttage. Eine beeindruckende Zahl, so Franziska Roth, auf die sie beim anschliessenden Apéro gern das Glas erhob.

«Miliz lebt vom Tatbeweis»

Dank an die Offiziere und die viele Zeit, die sie für die Armee und damit für die Sicherheit der Schweiz eingesetzt haben, gab es auch von Divisionär Hans-Peter Walser, Kommandant Territorial Region 2. Er sei überzeugt, dass sie sich weiter für das Milizsystem und vielleicht auch in der Politik einsetzen, sagte er. Gerade die heutige Zeit brauche diese Bereitschaft zur Freiwilligenarbeit. Die Milizarmee lebe nicht von Lippenbekenntnissen, sondern vom Tatbeweis.

Grossratspräsident Benjamin Giezendanner dankte seinerseits besonders denjenigen im Saal, die ihm im Militär gezeigt haben, wie man Menschen führt. Er hatte zwei Nachrichten für sie: «Die gute, Sie sind aus dem Dienst entlassen. Die schlechte, von der Pflicht an der Gesellschaft sind Sie nicht entlassen.»