Namen-Hitparade

Mia, Noah, Alina und Co.: Die Namen-Hitparade der Aargauer Eltern

Welche Namen haben sich ihre Eltern für sie ausgedacht? (Symbolbild)

Welche Namen haben sich ihre Eltern für sie ausgedacht? (Symbolbild)

Mia und Noah sind bei den Aargauer Eltern hoch im Kurs - gefolgt von Alina und Leon. Namensforscher Iwar Werlen erklärt, warum Eltern welche Namen wählen.

Die Namenhitparade für das Jahr 2013 liegt vor – Mia und Noah belegen in der Deutschschweiz den Spitzenplatz. Den zweiten Platz belegen Alina und Leon, vor Sara und Luca.

Auch im Kanton Aargau waren Mia und Noah die am häufigsten gewählten Vornamen.

Beliebt sind im Aargau für Knaben ausserdem Luca, Lionel Diego, David, Elias, Leandro und Tim.

Hoch im Kurs stehen bei den Aargauer Eltern die Mädchennamen Lea, Alina, Elena, Emma, Julia, Lara und Sara, die es ebenfalls in die Top Ten schaffen, wie das Bundesamt für Statistik BFS mitteilt. 

Das sind die beliebtesten Vornamen in der Region

Das sind die beliebtesten Vornamen in der Region

Auffällig: Mia belegte in der Deutschschweiz bereits zum dritten Mal in Folge den Spitzenrang, Noah war schon 2010 und 2012 Favorit der Eltern. Ist es den Eltern egal, wenn ihre Kinder so heissen wie viele andere auch?

Vielfalt in der Namensgebung

Iwar Werlen, emeritierter Sprachwissenschaftler und Namensforscher der Universität Bern, sagt: «Ganz grundsätzlich wählen Eltern für ihre Kinder gerne Vornamen, die in Mode sind – unabhängig davon, ob andere Kinder auch so heissen.»

Man müsse bei der Interpretation der Statistik gleichzeitig vorsichtig sein. «Zwar liegen Noah und Mia wieder an der Spitze, dies aber nur mit knappem Abstand. Zum Vergleich: Vor hundert Jahren lagen die Spitzenreiter wie Hans, Peter oder Maria viel deutlicher vorne. In den letzten rund zehn Jahren kann man einen Trend zur Vornamen-Vielfalt beobachten, die Eltern wollen ihren Kindern also tendenziell individuelle, unverwechselbare Namen geben», sagt Werlen.

Vorbilder haben Einfluss

Die beliebtesten weiblichen Vornamen im Aargau enden alle mit a. «Das a hat sich in der deutschen Sprache zu einem Symbol der Weiblickheit entwickelt. Ihren Ursprung haben diese Namen mit a durch Entlehnungen aus dem Lateinischen ins Deutsche», so Werlen.

Zu allen Zeiten würden Eltern für ihre Kinder gerne Namen von Vorbildern wählen, seien es Schauspieler, Sportler oder auch Künstler. Dass im Aargau Lionel so weit vorne liegt, hat ziemlich sicher der Popularität des Fussballstars Lionel Messi zu tun», sagt Werlen.

In der französischen Schweiz ist seit 2004 Emma die Nummer 1, im Jahr 2013 gefolgt von Chloé und Léa. Bei den Knaben lag Gabriel an der Spitze, gefolgt von Liam und Théo.

In der italienischen Schweiz nahmen 2013 Gabriel, Leonardo und Mattia sowie Sofia, Emma, Emily und Giulia die Spitzenpositionen ein.

Im romanischen Sprachgebiet schwankt aufgrund der geringen Anzahl Geburten die Verteilung der Vornamen von einem Jahr zum anderen stark. 2013 lag bei den Knaben Jonas auf dem ersten Platz; 10 Vornamen teilten sich den zweiten Rang. Bei den Mädchen belegten Chiara und Mara die ersten zwei Plätze des Klassements.

Seit 1987 wertet das Bundesamt für Statistik (BFS) im Rahmen der Analyse der natürlichen Bevölkerungsbewegung die Vornamen der in der Schweiz geborenen Kinder aus. Im Jahr 2013 wurden in der Schweiz 82 731 Lebendgeburten gezählt; davon waren 40 136 Mädchen und 42 595 Knaben.

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