Gegenüber der Vernehmlassung sei die Bahnvorlage stark verbessert, schreibt das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) von Verkehrsdirektor Stephan Attiger zu den Beschlüssen des Bundesrates.

Insbesondere habe dieser auf der West-Ost-Achse wichtige Angebotsverbesserungen im Fernverkehr aufgenommen. Dennoch nimmt man «enttäuscht zur Kenntnis, dass wichtige Taktverdichtungen und neue Haltestellen der S-Bahn nicht berücksichtigt wurden». Bei den Direktverbindungen soll noch nach Optimierungen gesucht werden.

Der Regierungsrat hatte in der Vernehmlassung stark kritisiert, dass im Ausbauschritt 2035 auf eine Neubaustrecke zwischen Aarau und Zürich verzichtet wird, obwohl der Bund das Projekt gesamtschweizerisch als eines der Besten bewertet hat. Die Kapazität des Bahnnetzes im Mittelland lediglich mit Fahrplananpassungen zu steigern, könne man nur als Übergangslösungakzeptieren, hiess es damals. Zudem könne die sogenannte Systematisierung nur mit weiteren Angebotsausbauten umgesetzt werden.

Im Departement Attiger ist man sehr erfreut, «dass der Bund diese Forderungen nun mehrheitlich erfüllt». Noch unklar sei, wie die Direktverbindung von Aarau in die Westschweiz künftig sichergestellt wird. Das BVU kritisiert, ohne Neubaustrecke Aarau-Zürich werde das Netz bis zur Kapazitätsgrenze ausgelastet. Ausserdem mache der Bund zu wenig verbindliche Aussagen, wie die Neubaustrecke finanziert und realisiert werden könnte.

Nur mit diesem Ausbau könne langfristig ein zuverlässiges, pünktliches Bahnangebot im Mittelland garantiert und alle gewünschten, umsteigefreien Verbindungen angeboten werden, so das Bau- und Verkehrsdepartement. Ob die weitere Forderung nach Aufrechterhaltung von Direktverbindungen erfüllt wird, lasse sich aufgrund der vorliegenden Botschaft noch nicht beantworten, sagt Hans Ruedi Rihs, Leiter Sektion öffentlicher Verkehr im BVU.