Anklage
Medikamentenhandel und Geldwäscherei: 2 Männer angeklagt

Die Aargauer Oberstaatsanwaltschaft hat gegen einen Schweizer und einen Österreicher wegen illegalen Medikamentenhandels und Geldwäscherei Anklage erhoben. Ein weiteres Strafverfahren gegen einen 43-jährigen Schweizer ist noch offen.

Nina Amann
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Die beschlagnahmten Medikamente und Geld
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Die beschlagnahmten Medikamente und Geld

Kapo AG

Den beiden Männern wird vorgeworfen, mit verschiedenen illegal hergestellten Anabolika und Potenzmittel gehandelt zu haben. Die Medikamente sind verschreibungspflichtig, nicht zugelassen und stark gesundheitsgefährdend.

Die Staatsanwaltschaft wird für beide Beschuldigten Freiheitsstrafen fordern. Die Anklagen sind am Bezirksgericht Bremgarten hängig.

Im Laufe der Untersuchungen gegen den Betreiber eines Fitness-Studios in Villmergen wegen Brandstiftung sind die Behörden auf den illegalen Medikamentenhandel gestossen, wie die Staatsanwaltschaft in einer Medienmitteilung schreibt.

Bosnier streitet ab, im Studio gewesen zu sein

Der Betreiber des Fitness-Studios hatte mutmasslich am 2. April 2012 einen 24-jährigen Bosnier angestiftet, in seinem Fitness Studio in Villmergen einen Brand zu legen. Die beiden Männer sind geständig, der Bosnier hat jedoch ausgesagt, selber nicht im Studio gewesen zu sein.

Er will zwei weitere Personen mit der Brandstiftung beauftragt haben. Von den beiden Männern fehlt jede Spur. „Ein Zusammenhang zwischen den beiden Männern und der wegen Medikamentenhandel und Geldwäscherei Angeklagten gibt es nicht", sagt Strebel.

Der Bosnier war laut Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, nicht am Medikamentenhandel beteiligt.

Weiteres Strafverfahren ist noch hängig

Der Betreiber wurde bereits im Oktober wegen Anstiftung zur versuchten Brandstiftung, Widerhandlungen gegen das Heilmittelgesetzt und mehrfacher Geldwäscherei angeklagt.

Im Zusammenhang mit dem Verfahren wurden grosse Mengen von Anabolika, Potenzmittel und Spritzen beschlagnahmt. Zudem konnte Bargeld im Wert von über 1,5 Millionen Franken sichergestellt werden, welche mutmasslich durch den illegalen Medikamentenhandel generiert wurden.

Ein weiteres damit in Zusammenhang stehendes Strafverfahren gegen einen 43-jährigen Schweizer ist noch hängig. Auch ihm wird vorgeworfen, illegal in grösseren Mengen mit Medikamenten gehandelt zu haben.

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