Mediation
Lehrergebet in Safenwil wird «dem Schulfrieden zuliebe» nicht mehr durchgeführt

Bei einer Mediation haben Initianten, Lehrpersonen und Schulleitung beschlossen, das umstrittene Gebet an der Schule Safenwil vorerst nicht mehr durchzuführen. Der Entscheid fiel drei Tage nach einem kritischen Vorstoss von SP-Grossrätin Lelia Hunziker im Kantonsparlament.

Fabian Hägler
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Vorerst wird das Lehrergebet in Safenwil nicht mehr durchgeführt.

Vorerst wird das Lehrergebet in Safenwil nicht mehr durchgeführt.

Symbolbild: Coolpix / wak

Vor einer Woche hatte die NZZ am Sonntag über ein Lehrergebet an der Schule Safenwil berichtet, das von freikirchlich-evangelikalen Kreisen initiiert worden war. Lehrpersonen aus dem Dorf hatten sich bei der kantonalen Schulaufsicht gemeldet, zwei Tage später reichte SP-Grossrätin Lelia Hunziker im Grossen Rat einen Vorstoss mit kritischen Fragen zum Gebet ein.

Am vergangenen Mittwoch nahmen Gemeindeammann Daniel Zünd und Schulleiter Matthias Bär erstmals Stellung zum Streitfall. Dabei wurde klar, dass das Lehrergebet vorerst ausgesetzt ist – dies teilte die Schule den Eltern auch schriftlich mit. Das kantonale Bildungsdepartement bestätigte derweil, dass der Schulvorstand richtig gehandelt habe, als er das Gebet bewilligte. Ein solches Angebot sei ausserhalb der Unterrichtszeiten zulässig, der Entscheid über Nutzung der Schulräume liege in der Kompetenz der Gemeinde.

Dennoch wird es in Safenwil vorerst keine Lehrergebete mehr an der Schule geben, wie die NZZ am Sonntag berichtet. Demnach fand am Freitag eine Mediation statt, bei der die freikirchlich-evangelikalen Initianten, Mitglieder der Lehrerschaft sowie die Schulleitung vertreten waren. Man sei überein gekommen, dass das Gebet dem Schulfrieden zuliebe vorerst nicht mehr durchgeführt werden solle.