Ex-Nationalrat

Max Chopard tritt nicht mehr an: «SP holt dritten Sitz im Nationalrat auch ohne mich zurück»

Alt Nationalrat Max Chopard (SP).

Alt Nationalrat Max Chopard (SP).

Der abgewählte Ex-Nationalrat Max Chopard macht keinen neuen Anlauf für Bundesbern.

Max Chopard (SP) politisierte seit 2009 im Nationalrat in Bern. Bei den eidgenössischen Wahlen 2011 wurde er bestätigt, 2015 aber verlor die SP ihren dritten Sitz. Es traf den drittplatzierten Max Chopard. Viele fragen sich nun, ob er 2019 einen Neuanlauf für Bundesbern wagt. «Nach reiflicher Überlegung», sagt Chopard zur AZ, «habe ich mich dagegen entschieden.»

Aber wäre die SP auf ihrer Liste nicht um einen so bekannten Namen doppelt froh, zumal Pascale Bruderer nicht mehr für den Ständerat antritt? Chopard lacht: «Letztes Mal verlor die SP nur mit sehr viel Pech einen Sitz. 2019 holt sie ihn auch ohne mich zurück, da bin ich sicher.» Im Blick zurück auf Bern freue er sich, dass er unter anderem in der Energiekommission aktiv an der Energiestrategie 2050 mitarbeiten konnte und mit einem Vorstoss den Boden für Formel-E-Rennen in der Schweiz vorbereiten helfen konnte.

Chopard verweist auf die jüngsten Wahlerfolge der SP bei den Grossrats- und Gemeindelegislativ-Wahlen: «Die Menschen wissen und honorieren, dass wir uns der bürgerlichen Abbaupolitik entschlossen entgegenstellen.»

Doch warum tritt er bei den eidgenössischen Wahlen nicht mehr selbst an? Fürchtet er, überholt zu werden?. Nein, so ein Mandat sei interessant, antwortet Chopard, aber auch zeitintensiv: «Ich geniesse es, wieder etwas mehr Raum für das Privatleben zu haben.»

Zudem habe er als Projektleiter in der Umwelt-Arena Schweiz zusätzliche Aufgaben übernommen und wurde zwischenzeitlich erneut in den Grossen Rat gewählt: «Ich bleibe also kantonal als Grossrat, als Präsident der Bürgerorganisation «Kein Atommüll im Bözberg» oder kommunal im Vorstand der SP Obersiggenthal politisch aktiv.» (mku)

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