Aargau
Massnahmen gegen Schäden durch Rothirsche sollen ab 2014 geregelt sein

Rothirsche können - obwohl sie im Aargau noch selten vorkommen -grosse Schäden in den Wäldern anrichten. Jetzt erarbeitet der Regierungsrat einen Massnahmenplan gegen Schäden durch Rothirsche. Er soll 2014 in Kraft treten.

Barbara Vogt
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Im Wildpark Roggenhaus Aarau leben die Rothirsche in einem grossen Gehege. Sie können bis zu 250 Kilogramm wiegen.

Im Wildpark Roggenhaus Aarau leben die Rothirsche in einem grossen Gehege. Sie können bis zu 250 Kilogramm wiegen.

Florenz Schaffner

Im 19. Jahrhundert war der Rothirsch in der Schweiz ausgerottet. Nach und nach siedelt er sich aber wieder an. Im Aargau wurden in letzter Zeit um die zehn Wildtiere gezählt.

Insbesondere grosse und zusammenhängende Wälder wie der Boowald bei Zofingen biete idealen Lebensraum für die scheuen Rothirsche, zitiert das Regionaljournal Aargau-Solothurn Erwin Osterwalder, Fachspezialist Jagd beim Kanton Aargau.

Trotzdem: Jäger lieben die Rothirsche nicht besonders. Sie stellen eine Gefahr für die Wälder dar, verletzen Rinden von Nadel- und Laubbäumen und fressen Triebe junger Nutzhölzer. Osterwalder liegen allerdings noch keine Klagen über Schäden vor.

Damit der Aargau weiss, wie er künftig mit solchen Problemen umgehen will, erarbeitet der Kanton zusammen mit Schutz- und Nutzorganisationen Regeln. Diese treten im Januar 2014 in Kraft.

Zwar sei eine Überreaktion fehl am Platz, doch wolle man vorbereit sein und nicht in einem «rechtsfreien» Raum hineingelangen, sagt Osterwalder. Schliesslich wisse man aus Erfahrung, was für Schäden Wildschweine anrichten können.

Der Massnahmekatalog regelt unter anderem die Bestandesgrösse der Rothirsche. Nur wenn ein Rudel Rothirsche im Aargau auftritt, dürfen Jäger eingreifen und sie schiessen. Auch soll klar werden, wer für die Schäden aufkommt, denn Rothirsche nutzen grosse Streifgebiete über mehrere Jagdreviere hinaus.