Luftrettung
Luftkampf zum TCS-Heli verlagert sich in den Grossen Rat

Eine Interpellation, die in Vorbereitung ist, hinterfragt den Entscheid des Kantons, bei Notfällen den TCS-Rettungshelikopter der Rega vorzuziehen. Grossräte wollen Antworten auf die Frage verlangen, ob die Abklärungen fundiert genug waren.

Manuel Bühlmann
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Rega und TCS teilen sich seit einigen Monaten die Luftrettung im Aargau. Noch immer bleiben Fragen offen.

Rega und TCS teilen sich seit einigen Monaten die Luftrettung im Aargau. Noch immer bleiben Fragen offen.

Matthias Steimer

Grossräte von links bis rechts bereiten eine Interpellation zur Luftrettung im Aargau vor, die der az vorliegt. Sie werfen die Frage auf, ob der Entscheid, in der Luftrettung kantonsweit prioritär den Helikopter der TCS-Partnerfirma Alpine Air Ambulance (AAA) aufzubieten, fundiert abgeklärt worden ist und alle Erwägungen miteinbezogen wurden.

Zu diesem Zweck will die parteiübergreifende Gruppe der Interpellanten vom Regierungsrat unter anderem wissen, ob neben den reinen Flugzeiten auch die medizinische Gesamtleistung, die Versorgungssicherheit und das Rettungsdispositiv von TCS und Rega verglichen wurden.

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AZ

Ausserdem fragen die sechs Grossräte, wie das Kantonsspital Aarau zum Entscheid steht.

Sie fragen weiter, ob beachtet wurde, dass die rund 2,4 Millionen Rega-Gönner «mit dem Entscheid zur Priorisierung des TCS im Aargau nicht einverstanden sein werden – besonders dann nicht, wenn ihnen im Aargau im Falle einer Rettung durch den TCS finanzielle Nachteile entstehen können».

Darüber hinaus fordern die Interpellanten eine Antwort auf die Frage, ob berücksichtigt wurde, dass durch den Entscheid gewisse Kantonsteile etwa das Fricktal benachteiligt werden.

Der TCS-Rettungsheli ist auf dem Flugplatz Birrfeld stationiert. Die Rega hat Einsatzbasen in Basel und Dübendorf, aber keine im Aargau.

Der Kanton hatte im April entschieden, bei Luftrettungseinsätzen in erster Linie den TCS-Heli aufzubieten.

Ausserdem sprach sich das Gesundheitsdepartement für eine zentrale Koordination der Einsätze aus. Die Gespräche zwischen Vertretern von Rega, TCS und Kanton brachten diesbezüglich bisher allerdings keine Einigung.