Lockerungen
Beizen öffnen drinnen: Aargauer Gastro-Präsident sagt, was ihm hilft und kritisiert Maskenpflicht

Bruno Lustenberger, Präsident von Gastro Aargau, freut sich, dass die Restaurants bald auch drinnen wieder Gäste bewirten können. Es werde aber schwer, die Maskenpflicht an den Tischen durchzusetzen, vermutet er.

Noemi Lea Landolt
Merken
Drucken
Teilen
Auf den Restaurantterrassen sollen die Gäste an den Tischen bald keine Masken mehr tragen müssen. Drinnen hingegen schon.

Auf den Restaurantterrassen sollen die Gäste an den Tischen bald keine Masken mehr tragen müssen. Drinnen hingegen schon.

Britta Gut

Wenn es die epidemiologische Lage erlaubt, sollen am 31. Mai Restaurants ihre Innenbereiche wieder öffnen dürfen. Der Öffnungsschritt sei aus epidemiologischer Sicht «am heikelsten», weil sich in einem Restaurant viele Personen aus unterschiedlichen Haushalten ohne Maske in Innenräumen treffen, so der Bundesrat.

Für die Innenräume der Restaurants sollen die gleichen Regeln gelten wie aktuell für die Terrassen: Zwischen den Tischen braucht es genug Abstand oder Abschrankungen, an einem Tisch dürfen maximal vier Personen sitzen, alle Gäste müssen ihre Kontaktdaten angeben, es gilt eine Sitzpflicht und wenn nichts konsumiert wird, müssen die Gäste eine Maske tragen.

«Wir können wieder richtig arbeiten»

Bruno Lustenberger, Präsident von Gastro Aargau, freut sich, dass die Restaurants bald auch drinnen wieder Gäste bewirten können. «Es ist eine Lockerung, die uns hilft», sagt er. «Wir können wieder richtig arbeiten.»

Zwar sei auch diese Lockerung für die Betriebe immer noch mit Umsatzeinbussen verbunden. «Lukrative Bankette zum Beispiel sind weiterhin nicht möglich», sagt Lustenberger. «Wir sind also immer noch nicht bei 100 Prozent Umsatz.»

Aber während nur mit offenen Terrassen – je nach Betrieb – vielleicht 20 bis 30 Prozent des Umsatzes erreicht werden könne, seien mit den Innenbereichen sicher 50 bis 70 Prozent wieder möglich, so der Gastro-Präsident.

«Jetzt gibt es nur einen Weg»: So reagiert Gastro-Aargau-Präsident Bruno Lustenberger auf die Lockerungs-Ankündigungen des Bundesrats

Tele M1

Die Auflagen würden die Restaurants umsetzen, sagt Lustenberger. Er versteckt aber nicht, dass er nicht alle Regeln nachvollziehbar findet und fragt sich zum Beispiel, warum Zuhause bis zu zehn Personen an einem Tisch sitzen dürfen und im Restaurant nur vier.

Auch die Maskenpflicht am Tisch, wenn nicht gerade gegessen oder getrunken wird, lasse sich wohl nur schwer durchsetzen. «Ich bin Wirt, kein Polizist», sagt Lustenberger. Ausserdem sei es doch nicht nachvollziehbar, wenn ein Paar, das zusammen wohnt, sich im Restaurant mit Maske gegenübersitzen müsse.

Auf der Terrasse wird die Maskenpflicht aufgehoben

Im Gegensatz zu den Innenräumen will der Bundesrat die Maskenpflicht am Tisch auf den Restaurantterrassen wieder aufheben. Das begrüsst Lustenberger. Er fand bezeichnete die Regel in der AZ kürzlich als «Witz, absolut nicht durchsetzbar und auch nicht nötig».