Lockerungen
Aargauer Regierungsrat stimmt Öffnungsstrategie der Bundes zu – Aussenbereiche von Restaurants sollen vorerst geschlossen bleiben

Der Bund hat den Kantonen dargelegt, mit welchen Schritten er aus dem Lockdown herausfinden will. Der Kanton Aargau nimmt nun in einer Mitteilung Stellung – er ist grundsätzlich an Bord.

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Die Terrassen der Aargauer Restauranst sollen vorerst noch nicht aufmachen dürfen – es würde sich nicht rendieren, sagt der Kanton.

Die Terrassen der Aargauer Restauranst sollen vorerst noch nicht aufmachen dürfen – es würde sich nicht rendieren, sagt der Kanton.

Keystone
mma

Der Aargauer Regierungsrat sei «mit den vorgeschlagenen Massnahmen des Bundesrates einverstanden», das schreibt der Kanton am Sonntagmittag in einer Mitteilung. Zuallererst aber mahnt er aber zu «grosser Vorsicht», um einen «Jojo-Effekt» zu verhindern.

Zum ersten Öffnungsschritt am 1. März nimmt der Regierungsrat folgendermassen Stellung:

  • Die Aussenbereiche von Restaurants sollen vorerst geschlossen bleiben. Eine Öffnung wäre zwar wünschenswert. Ohne Öffnung des Innenbereichs der Restaurants können aber die aargauischen Gastro-Unternehmen nicht rentabel betrieben werden, was auch für den Fall beschränkter Öffnungszeiten gilt. Auch wenn ein Gartenrestaurant an einem schönen Sonntag gefüllt werden könnte, stimmen Aufwand und Ertrag nicht überein. Fraglich ist aber, wie lange das Gastro-Gewerbe eine behördliche Betriebsschliessung noch verkraften kann. Trotz der sehr gut funktionierenden aargauischen Härtefallregelung ist eine Öffnung der Betriebe in einem zweiten Öffnungsschritt per 1. April 2021 erforderlich.
  • Zusätzliche Massnahme beantragt: Öffnung der Restaurants in Pflegeheimen. Dies für Angehörige der Bewohner und unter Einhaltung von strengsten Schutzkonzepten, sobald die zweite Impfung der Bewohner erfolgt ist.

Zweiter Öffnungsschritt: Gastronomiebetriebe öffnen, denn «ein längeres Durchhalten ist für sie nicht verkraftbar.»

Im Kulturbereich weist der Kanton auf die folgenden Punkte hin:

  • Kulturveranstaltungen sollen mit beschränkten Teilnehmerzahlen und Schutzkonzepten ab April schrittweise wieder möglich sein. Es ist jedoch wichtig, dass bei den zu definierenden Kriterien bezüglich Teilnehmerzahl nicht flächendeckend starre Besucherzahlen vorgegeben werden, sondern dass den unterschiedlichen Gegebenheiten und Raumgrössen der Veranstaltungsorte Rechnung getragen wird.
  • Laienchöre sollen wieder singen dürfen. Das Aufrechterhalten eines absoluten und generellen Verbots für Choraktivitäten im Laienbereich scheint uns mittelfristig nicht vertretbar. Wir würden es sehr begrüssen, wenn für den Bereich Chöre gemeinsam mit den entsprechenden Verbänden differenzierte Lockerungskonzepte entwickelt und ab April schrittweise umgesetzt werden. Gerade für diese Kultursparte wäre es nach vielen Monaten des absoluten Aktivitätsverbots eminent wichtig, eine Perspektive zu erhalten.

Breites Testen ist Teil der Strategie

Der Kanton Aargau sehe das repetitive Testen von asymptomatischen Personen als einen wichtigen Pfeiler in der Pandemiebekämpfung, schreibt der Kanton. Dies neben «der Impfkampagne, dem Contact Tracing sowie Massnahmen zur Reduktion von sozialen Kontakten.»

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