Mittelschulen

Lockerung der Aufnahmekriterien? Präsident bodigt Schüler-Petition

Ein Postulat der Kommission Bildung, Kultur und Sport forderte, dass die Aufnahmekriterien für Mittelschulen teilweise gelockert werden. (Symbolbild)

Ein Postulat der Kommission Bildung, Kultur und Sport forderte, dass die Aufnahmekriterien für Mittelschulen teilweise gelockert werden. (Symbolbild)

Angehende Mittelschüler müssen in Mathe und Deutsch weiterhin genügend sein. Präsident Scholl lehnte das Postulat zur Auflockerung der Aufnahmekriterien ab.

Grossratspräsident Bernhard Scholl (FDP) entschied über das Schicksal angehender Mittelschüler. Ein Postulat der Kommission Bildung, Kultur und Sport forderte, dass die Aufnahmekriterien für Mittelschulen teilweise gelockert werden.

Die Abstimmung fiel mit 66 Ja- zu 66 Nein-Stimmen unentschieden aus. Scholl entschied im Sinne von Bildungsdirektor Alex Hürzeler und des Regierungsrates und lehnte das Postulat ab. Ausgelöst wurde die Diskussion im Grossen Rat durch zwei Bezirksschülerinnen.

Sie hatten im Mai letzten Jahres auf petitio.ch ihr Anliegen lanciert und beim Grossratspräsidenten eine Petition mit 1640 Unterschriften eingereicht. Ihr Ziel: die bisherige Regelung, dass für die Aufnahme an weiterführende Schulen genügende Noten in Mathematik und Deutsch nötig sind, aufzuheben.

Bei den Aufnahmekriterien für Fachmittelschulen lenkte die Bildungskommission zuerst ein. Für künftige Fachmittelschüler werde «die geforderte Leistung als sehr hoch – zu hoch – eingestuft», fand die Kommission. Dieselbe Meinung vertraten Thomas Leitch, SP-Grossrat, oder Dominik Peter (GLP), die die Bestimmungen als diskriminierend bezeichneten.

Die Sprecher der bürgerlichen Parteien hingegen waren der Ansicht, dass Mathematik und Deutsch zu den Grundvoraussetzungen gehörten. Den Schülerinnen und Schülern sei nicht geholfen, wenn man die Anforderungen herunterschrauben würde. (ngü)

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