Gemeint ist damit faktisch primär der Lohn des CEO. CEO Rudolf Dellenbach verdiente 2011 etwas unter einer Million Franken. Es gilt aber für alle AKB-Geschäftsleitungsmitglieder, sofern jemand über 600 000 Franken verdient. Laut Motion soll ein AKB-Geschäftsleitungsmitglied künftig nur noch maximal 500 000 bis 600 000 Franken verdienen. Auf die Zahl 600 000 kam der Motionär, weil im Aargau ein Regierungsrat rund 300 000 Franken verdient.

Verschiedene Votanten, unter ihnen Motionär Jean-Pierre Gallati (SVP) zeigten sich in der Debatte überzeugt, dass man auch mit diesem Lohn gute Chefs finden werde. Die SVP-Motion fand nebst der Unterstützung von SP, der CVP, BDP, EVP und GLP sowie der Kleinparteien SLB, EDU und SD überraschend auch die Unterstützung der FDP, und ebenso überraschend nur von Teilen der Grünen.

Regierung muss Gesetz überarbeiten

Die Regierung, für die Finanzdirektor Roland Brogli den Vorstoss nur als Postulat hatte entgegennehmen wollen, muss jetzt eine entsprechende Gesetzesänderung erarbeiten und diese dann wieder dem Grossen Rat zum Entscheid vorlegen. Jean-Pierre Gallati sagte gegenüber az Online, er hoffe, dass die Regierung den Entwurf für die Gesetzesänderung bis Ende Jahr vorlegen werde.

Unabhängig von der Lohndebatte erhielten CEO Dellenbach und Bankratspräsident Arthur Zeller sowie ihre Mitarbeitenden im Rat viele Lobes- und Dankesworte für ihre gute Arbeit. Jahresbericht, Jahresrechnung und Konzernrechnung wurden fast einstimmig gutgeheissen. Dasselbe gilt für die Rekord-Gewinnablieferung der AKB von 64 Millionen Franken an den Kanton für das Jahr 2011. (MKU)