Am Parteitag in Lenzburg wurden die entsprechenden Anträge gutgeheissen – jener für die Verbindung mit den Grünen diskussionslos und einstimmig, jener für die Verbindung mit der GLP mit 57 Ja- zu 22 Nein-Stimmen. Zuvor hatten der abgetretene Juso-Präsident Sandro Covo und seine Nachfolgerin Lara Hitz kritisiert, die SP mache sich unglaubwürdig in der Klimapolitik, wenn sie mit der GLP kooperiere. «Nicht alles, was Grün im Namen hat, hilft dem Klima», sagte Covo. «Die GLP ist zu rechts und nicht sozial», hielt Hitz fest.

Ständeratskandidat Cédric Wermuth und Nationalratskandidatin Simona Brizzi setzten sich für eine Kooperation mit der GLP ein. «Wir haben im Herbst eine Chance auf drei oder vier Sitze, diese sollten wir nutzen», sagte Brizzi. «In der Schweiz sind Listenverbindungen weniger politische Entscheide, sondern eher wahltaktische Mittel, um Restmandate zu gewinnen», betonte Wermuth.

Die Grünen haben bereits beschlossen, eine Listenverbindung mit der SP einzugehen. Die GLP will sich bis zu den Sommerferien entscheiden. Die SP-Basis gab der Parteileitung auch grünes Licht für eine Listenverbindung mit den Piraten. (fh)