Bis 2030
Limmattalbahn, erneuerte Bahnhöfe und neue Velorouten: Diese Verkehrsprojekte sind im Aargau geplant

Pirmin Kramer
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Erste Testfahrt nach Schlieren
10 Bilder
Hans Egloff freute sich über die erfolgreiche Testfahrt.
So sieht der neue Farbhof von oben aus.
Gesamtprojektleiter Daniel Issler informierte die anwesenden Journalisten vor der Abfahrt darüber, wie die Fahrt ablaufen wird.
Bei jeder Haltestelle werden die Distanzen zwischen Perronkante und Trittbrett gemessen.
Chauffeur René Frieden brachte das Cobra-Tram sicher nach Schlieren Geissweid.
Rund vierzig Personen mit gelben und orangen Westen waren bei der knapp einstündigen Fahrt mit dabei.
Hier steht das Tram bei der Gasometerbrücke.
Hier fährt das Tram bereits auf Schlieremer Boden.
Hier biegt das Tram auf die Wendeschlaufe bei der Schlieremer Geissweid ab.

Erste Testfahrt nach Schlieren

Andrin Winteler

Im Aargau sind bis ins Jahr 2030 mehrere Mobilitätsgrossprojekte geplant. Im Dezember 2022 wird die Limmattalbahn in Betrieb sein: Sie bedient 27 Haltestellen auf 13,4 Kilometern von Zürich-Altstetten über Schlieren, Urdorf und Dietikon in den Ostaargau nach Spreitenbach und Killwangen.

Geht es nach dem Regierungsrat, soll die Bahn in den folgenden Jahren via Neuenhof und Wettingen nach Baden verlängert werden.

Wie das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau auf Anfrage weiter mitteilt, werden am Ende des Jahrzehnts der neue Bahnhof Lenzburg sowie die unterirdische Linienführung der S14 in Oberentfelden in Betrieb genommen. Der öffentliche Verkehr werde behindertengerecht zugänglich sein, und die Transportunternehmen werden in den urbanen Räumen voraussichtlich vermehrt Elektrobusse einsetzen.

Mit Zeithorizont 2030 wird die Verkehrsinfrastruktur-Entwicklung Raum Suhr (VERAS) umgesetzt. Diese besteht aus der Ost- und Südumfahrung Suhr. Für die Region Suhr bringe das Projekt weitgehende Veränderungen mit sich: Die Verkehrsbelastung im Suhrer Zentrum werde reduziert, das Wynental verlässlicher an die Nationalstrasse A1 angebunden, und der Verkehr staue sich nicht mehr an den Bahnübergängen in Suhr, so das Departement Bau, Verkehr und Umwelt.

Im Wiggertal wird bis 2030 eine attraktive Velovorzugsroute realisiert sein. Die Strecke von knapp 10 Kilometern zwischen Zofingen und Olten kann sicher und flüssig zurückgelegt werden, weil Hindernisse, die Abbrems- und Anfahrmanöver zur Folge haben, auf ein Minimum reduziert werden. Die neue, grosszügigere Infrastruktur biete zudem Platz für zwei Velofahrer nebeneinander.

Auch im Limmattal werden grössere Streckenteile einer 30 Kilometer langen Velovorzugsroute realisiert sein: Diese Route – welche bis ins Jahr 2040 zu Ende gebaut sein wird – verläuft von Zürich über Baden nach Brugg.