Schweisstreibend und lang war diese bisher schwierigste Wanderstrecke von Frick nach Hellikon. Wanderleiterin Silvia Hochstrasser war angesichts der anspruchsvollen Strecke froh, dass sich einige (sonst) treue Leserwanderer an diesem Donnerstag entschieden hatten, einen Ruhetag einzulegen.

Die 13,1 Kilometer lange Wanderung führte die 101 Leserwanderer zuerst nach Gipf-Oberfrick. Vorbei an Weiden, Sonnenblumenfelder und prächtigen Kirschbäumen ging es strammen Schrittes aufwärts zur Burgruine Alt-Tierstein.

Das war aber erst der Anfang: Der kantige Aufstieg zum höchsten Punkt im Fricktal – dem Tiersteinberg auf 749 Metern über Meer – führte durch ein geschütztes Waldreservat, in dem die vom Sturm «Lothar» verursachten Schäden bewusst nicht beseitigt wurden. Die Wanderer wurden mit einer wunderbaren Aussicht auf die Gemeinde Schupfart, den Rhein und den Schwarzwald belohnt.

Podest verschwindet wieder

Nach gut dreieinhalb Stunden Wanderzeit – zwei Drittel davon an der Sonne – war in Hellikon die willkommene Abkühlung in Griffnähe. Wer noch nicht völlig erschöpft war, nahm den erneuten Aufstieg zu den Helliker Löchern nach einer kurzen Verpflegungspause gerne noch auf sich.

Pro Natura Aargau, die das Landstück mit den beiden imposanten Löchern besitzt, liess erst vor wenigen Tagen ein Podest als Touristenattraktion montieren. Noch nie konnte eine so grosse Besuchergruppe so nahe an die Löcher herangehen. Diese Neuheit war Grund genug für ein Fernseh-Team von SRF, die Ankunft der Leserwanderer für einen Beitrag der Sendung «Schweiz aktuell» zu filmen.

«Schweiz aktuell» filmt Leserwanderer bei Helliker Löcher

Die Erdlöcher sollen übrigens Teil eines neuen Erlebnispfades werden, den man in naher Zukunft im Jurapark Aargau realisieren will, sagte Gemeindeammann Kathrin Hasler, als sie ihre 780-Seelen-Gemeinde vorstellte.

Das provisorische Podest wird aber bereits nach etwa zwei Monaten wieder verschwinden, wie Johannes Jenny, Geschäftsführer von Pro Natura Aargau erzählte. Langfristig will die Umweltorganisation eine Brücke einrichten, damit Besucher die Löcher besser betrachten können.

Ursprünglich waren die Löcher 19 Meter tief. Da der Untergrund weiterhin in Bewegung ist und es immer wieder neue Erdrutsche gibt, sind sie aktuell noch etwa 10 Meter tief. «Wir haben keine Ahnung, was hier noch alles passieren wird», so Jenny weiter.