Lehrpersonen und Schulleitungen erhalten zur Bewältigung von Notfällen einen mobilen Assistenten in die Hand. Zum bestehenden Leitfaden «KrisenKompass» entwickelte der Schulverlag der Kantone Aargau und Bern eine «Notfall-App» für Smartphones.

Die «Notfall-App» liefert unter den Rubriken Unfall, Tod, Gewalt und Panik den Lehr- und Betreuungspersonen praktische Handlungsanleitungen für das Vorgehen bei einer Krise. Sie ermöglicht auch direkten Zugriff auf Notfall-Nummern.

Immer und überall einsetzbar

In Krisenfällen sei richtiges und überlegtes Handeln entscheidend, sagte Beat W. Zemp, Präsident des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH), am Freitag vor den Medien in Aarau. Die «Notfall-App» könne sehr hilfreich sein, weil sie sofort zur Verfügung stehe und einsetzbar sei.

«Die Schulen können von ganz verschiedenen Notfällen betroffen sein. Insbesondere handelt es sich um Todesfall, Suizid, schwerer Unglücksfall, sexueller Übergriff oder Tötungsdelikt», sagt Landammann Alex Hürzeler in seinem Referat.

Aargauer Notfall-App für Schulen

Aargauer Notfall-App für Schulen

All die genannten Notfälle abgesehen vom Tötungsdelikt oder gar vom Amoklauf seien an der Aargauer Volksschule in den letzten vier Jahren leider vorgekommen, sagt Hürzeler.

Um mit solchen Krisensituationen besser umgehen und sie bewältigen zu können, sei das Notfall-App «KrisenKompass Notfall» eine grosse Unterstützung, so Hürzeler.

Der mobile Assistent basiert auf dem vor vier Jahren erstmals erschienen «KrisenKompass». Das Handbuch sei bisher 1500 Mal verkauft worden sei bei vielen Volksschulen vorhanden, hiess es.

Der Schulverlag plus, die fusionierten Schulverlage der Kantone Aargau und Bern, gibt den Leitfaden «KrisenKompass» und die «Notfall-App» heraus.

KrisenKompass im App-Store: https://itunes.apple.com/ch/app/krisenkompass-notfall/id665800315?mt=8