Renten
Lehrer und Staatsangestellte bekommen ab 2014 weniger Rente

Die Aargauische Pensionskasse senkt den Umwandlungssatz ab 2014 schrittweise auf 5,9 Prozent. Die Monatsrente wird damit kleiner. Die APK trägt damit der gestiegenen Lebenserwartung und den tiefen Zinsen am Kapitalmarkt Rechnung.

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Wie die Aargauische Pensionskasse (APK) mitteilt, werde die Umstellung finanziell abgefedert werden. «Danke diesen Übergangsbestimmungen ist die Senkung erst für Alterspensionierungen ab 2015 langsam spürbar», schreibt sie.

Umwandlungssatz

Mit dem Umwandlungssatz wird das Sparguthaben, dass zum Zeitpunkt der Pensionierung vorhanden ist, in eine lebenslängliche Altersrente umgesetzt. Hat man zu diesem Zeitpunkt beispielsweise ein Guthaben von 100000 Franken, erhält man mit dem bisher geltenden Umwandlungssatz von 6,8 Prozent eine Altersrente von 6800 Franken pro Jahr.

Die APK begründet ihre Entscheidung mit der stetig steigenden Lebenserwartung: Eine 65-jährige Person hat eine Lebenserwartung von 85 Jahren (Männer) bzw. von 88 Jahren (Frauen). Gegenüber den bisher für die APK geltenden Grundlagen entspreche dies einer Zunahme von 2,5 Jahren. «Die Rentenlaufzeit verlängerte sich also erheblich, so die APK. Gleichzeitig hätten sich die Renditeaussichten in den letzten Jahren markant verschlechtert. Mit einer raschen Verbesserung könne nicht gerechnet werden.

Abfederungen sind getroffen worden

Auf die Altersrenten, die vor 2014 beginnen, hat die Anpassung keine Auswirkungen. Betroffen von der Senkung des Umwandlungssatzes auf 5,9 Prozent sind also jene, die sich per 1. Januar 2014 oder später pensionieren lassen.

Die APK hat dafür zwei Abfederungsmassnahmen ergriffen, die bewirken, dass sich die Senkung nur langsam auswirkt: «Die im Hinblick auf diese Umstellung gebildeten Rückstellungen werden aufgelöst und ermöglichen eine Erhöhung der individuellen Sparguthaben um 6,5 Prozent. Die Senkung des Umwandlungssatzes wird zeitlich gestaffelt bis Ende 2015.»

Zudem würden künftig Vorsorgepläne mit höhreren Spargutschriften angeboten. «Umso erfreulicher ist es, dass die APK die Risikobeiträge per 1. Januar 2014 um einen Prozentpunkt senken kann und damit das Budget der Arbeitgeber und Versicherten entlastet.»