Ein Betrieb wurde wegen gravierender Missstände vorübergehend geschlossen, in einem weiteren Fall wurden die Benutzung der Küche und die Abgabe von Speisen untersagt. Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht des kantonalen Amtes für Verbraucherschutz (AVS) hervor.

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Eingehend unter die Lupe genommen wurden vergangenes Jahr im Nachgang zum so genannten Pferdefleischskandal Hackfleischprodukte und Rohwürste. Nicht deklariertes Pferdefleisch wurde dabei in keinem Produkt gefunden. In zwei Produkten eines Aargauer Betriebes wurden dagegen erhebliche Anteile von nicht deklariertem Schweine- und Pouletfleisch entdeckt.

516 Vorfälle mit Hunden

Die Fachstellen des Amts für Verbraucherschutz beschäftigen sich auch mit lebendigen Tieren, vor allem mit Hunden. Seit Inkrafttreten der Bewilligungspflicht 2012 wurden im Kanton Aargau 886 Haltebewilligungen für potenziell gefährliche Hunde ausgestellt.

Derzeit sind 700 Bewilligungen für Listenhunde noch gültig. An 516 Vorfällen mit Hunden im vergangenen Jahr waren 33 Listenhunde beteiligt. Bei der Hälfte dieser Fälle wurden Personen leicht bis mittelschwer verletzt, bei der anderen Hälfte handelte es sich um Aggressionen unter Hunden.

Viel Arbeit bescheren den kantonalen Stellen auch illegal eingeführte Tiere. Vergangenes Jahr wurden zehn Hunde ermittelt, die von ausserhalb der EU eingeführt worden waren. Sie wurden eingeschläfert.

Bei 306 Tierschutzkontrollen wurden 85 Tiere aller Gattungen beschlagnahmt und artgerecht untergebracht. In sieben Fällen wurden Tierhalteverbote ausgesprochen. Häufig seien in diesen Fällen die Tierhalter aufgrund von sozialen Problemen nicht in der Lage, ihre Tiere artgerecht zu halten, heisst es im Jahresbericht.

Lesen Sie hier den AVS-Jahresbericht:

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