Schweiz und Deutschland

Laute und leise Grenztöne in der Serie «Grenzgeschichten»

Grenzgeschichten

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In «Grenzgeschichten: Aargau trifft Südbaden» beleuchten die Redaktionen der Aargauer Zeitung und des Südkuriers Themen beidseits des Rheins von Kaiserstuhl/Hohentengen bis Bad Zurzach/Rheinheim – Fluglärm, Klischees, Kriegsende etc.

Auf fünf Doppelseiten beleuchten ab Dienstag bis und mit kommenden Samstag die Redaktionen der Aargauer Zeitung und des Südkuriers aktuelle, geschichtliche, persönliche und kuriose Themen beidseits des Rheins.

Laut wird es im ersten Teil unter anderem mit der Diskussion um den Fluglärm.

Nicht weniger intensiv, dafür aber leiser wird es beim geschichtlichen. Im Fokus steht unter anderem das Kriegsende am Hochrhein.

Fröhlicher wird es bei der gegenseitigen Betrachtung von Schweizern und Deutschen, wo sich das eine oder andere Klischee wiederfindet. Kommentar Meinungsseite

Blick über die fliessende Grenze (Kommentar von Susanne Hörth)

Lange ist es her, seit mich der Zöllner als damals 18-Jährige bei der alten Zollanlage in Laufenburg angehalten hatte – ich fuhr morgens um 6 Uhr von Deutschland in die Schweiz ein. Der Uniformierte wollte von mir erfahren, ob meine Mutter denn wisse, dass ich die Nacht im Ausland verbracht habe. Im grossen, fremden «Dütsche».

Ein paar Jahre später fragte mich derselbe Zöllner mit Blick auf die sechs grossen Windelschachteln auf der Rückbank, ob die wirklich alle für mein Baby seien oder ob ich damit Handel betreibe. Solche Zollerlebnisse hinderten damals den einen oder anderen am Hochrhein wohnhaften Schweizer, die Grenze nach Deutschland zu passieren.

Dies hat sich spätestens mit dem Schengen- Abkommen markant geändert. Der Rhein ist zur fliessenden Grenze geworden, die deutlich weniger stark trennt als früher. In einer gemeinsamen Serie unter dem Titel «Aargau trifft Südbaden» beleuchten Aargauer Zeitung und «Südkurier» verschiedene Themen dies- und jenseits des Rheins.

Beleuchtet wird insbesondere das Leben auf der jeweils anderen Seite. Menschen am Hochrhein erzählen und laden zu einer Grenzwanderung von Kaiserstuhl/Hohentengen bis Kaiseraugst/Rheinfelden ein.

Dabei spielt auch die Sprache eine zentrale Rolle. Wir reden hier am Hochrhein Mundart, hüben wie drüben. Gleichwohl benennen wir die Dinge nicht selten mit unterschiedlichen Ausdrücken. Eine Paprika bei den Deutschen ist eine Peperoni bei den Schweizern. In der Schweiz wird parkiert, in Deutschland geparkt. Und erzählt werden die Rheingeschichten von deutschen Redakteuren und Schweizer Redaktoren.

Link zur Fluglärmgeschichte

Link zur Geschichte von Klischées von Deutschen und Schweizern

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