In Koblenz sollen 70, in Merenschwand 25 Asylsuchende untergebracht werden. Unklar ist nach Protesten und einem Behörden-Nein zu einem Umnutzungsgesuch, ob in Brugg-Lauffohr eine Unterkunft für 30 bis 40 Asylsuchende eröffnet werden kann. Die bestehenden Unterkünfte sind überfüllt.

Die SVP habe sich «sehr bemüht, einen hochanständigen Wahlkampf zu führen und Lösungen aufzuzeigen, ohne auf die Schuldigen für die heutige Misere im Asylbereich zu zeigen», heisst es geharnischt. Doch nun sickere langsam durch, «was offenbar bis nach den Wahlen unter dem Deckel gehalten werden sollte».

Vorstoss soll umgesetzt werden

Mit «Schuldige» meine man die Regierung, wie SVP-Kantonalpräsident Thomas Burgherr auf Nachfrage verdeutlicht: «Uns stört, dass sie nicht mehr Druck auf Bern macht.» Er schlägt vor, die Regierung solle vom Bund keine Asylsuchenden aus «safe countries» wie z. B. Bosnien oder Serbien mehr übernehmen. Und er fordert die Umsetzung eines vom Grossen Rat unlängst überwiesenen Vorstosses zur Internierung straffälliger Asylbewerber.

Auf Anfrage der Aargauer Zeitung verzichtete Landammann Susanne Hochuli, DGS-Departementsvorsteherin, auf eine Stellungnahme zum SVP-Communiqué. (MKU)