Fluglärm
Lärmverteilung kurz vor Abschluss noch völlig unklar

Am kommenden Dienstag wird das Fluglärm-Abkommen mit Deutschland unterzeichnet. Wie die Flüge innerhalb der Schweiz verteilt werden ist noch nicht klar. Gemäss Bundesrätin Doris Leuthard werden verschiedene Varianten geprüft.

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Der Staatsvertrag ist beschlossene Sache, die Umsetzung noch offen (Symbolbild/Archiv)

Der Staatsvertrag ist beschlossene Sache, die Umsetzung noch offen (Symbolbild/Archiv)

Bei einem Treffen mit Vertretern von Kantonen, des Flughafens Zürich und der Flugsicherung Skyguide wurden am Mittwoch verschiedene Lösungen präsentiert, wie die Verkehrsministerin gegenüber der Tagesschau des Schweizer Fernsehens sagte.

Diese werden aber erst intern überprüft und weiter vertieft. Bis Ende Jahr sollen konkrete Ideen dem Parlament vorgelegt werden.

Faire Lösung angestrebt

Ziel sei ein ausgeglichenes An- und Abflugregime. «Es ist nicht denkbar, dass man einer Region besonders grosse Lasten zumutet», so die Verkehrsministerin im Interview. Darüber hinaus müsse der Flugverkehr sicher und die Kapazitäten zu bewältigen sein.

Damit bleibt der gekröpfte Anflug weiterhin eine Option. Dabei fliegen die Flugzeuge beim Anflug nach Zürich entlang des Rheins auf Schweizer Gebiet, bevor sie in die Anflugschneise eindrehen.

20000 Flüge bis 2020

Mit dem Staatsvertrag sollen die deutschen Regionen im Schwarzwald und am Bodensee entlastet werden. Weiterhin fliegen aber die meisten Maschinen auf dem Weg nach Zürich über Süddeutschland, wo es seit Jahren Beschwerden der Bevölkerung gibt. Bis 2020 müssen laut rund 20000 Anflüge umgelagert werden.

Sowohl die deutsche Regierung als auch der Bundesrat haben der Einigung zur Beilegung des jahrelangen Fluglärm-Streits zugestimmt.