Baden/Dietikon

Landesverweis und 3 Jahre Gefängnis für den «Pizza-Blitz»-Räuber

3 Jahre Knast für Pizzakurier-Räuber von Baden

Drei Jahre Knast für Pizzakurier-Räuber von Baden («Tele M1»-Beitrag)

Eineinhalb Jahre nach seiner Tat wird vor Gericht klar, dass der Serbe seine früheren Kollegen mit einem Messer bewaffnet überfallen hatte.

Der 32-jährige Serbe, welcher vergangenes Jahr einen Pizza-Service überfallen hatte, stand am Dienstag vor dem Bezirksgericht Baden. Vor seiner Tat war der Beschuldigte selbst als Pizzakurier im Betrieb tätig.

Vor rund einandhalb Jahren überfiel ein 32-jähriger Serbe den «Pizza-Blitz» in Baden mit einem Messer und klaute rund 900 Franken aus der Kasse. Drei Wochen später raubte er einen Kiosk in Dietikon aus und drohte dem Verkäufer ebenfalls mit einem Messer. Am Dienstag verantwortete sich der Angeklagte nun vor dem Bezirksgericht Baden. 

«Der Beschuldigte ist geständig und es tut ihm sehr leid, was er getan hat», sagte seine Verteidigerin Carmen Emmenegger gegenüber Tele M1. Der Angeklagte beantwortete vor Gericht alle Fragen ruhig und zeigte Reue. Die Tat sei spontan und nicht geplant gewesen. An Details könne er sich nicht mehr erinnern – er habe Kokain vor dem Überfall konsumiert.

Ehemalige Kollegen mit Messer bedroht

Der Serbe hatte vor seiner Tat selbst ein paar Monate bei dem Badener Pizza-Service gearbeitet. Nachdem er seinen ehemaligen Kollegen mit einem Messer gedroht hatte, schaffte er es, mit seiner Beute zu flüchten.

Dies gelang ihm nicht bei seinem Überfall auf den Kiosk in Dietikon. Der betroffene Mitarbeiter schaffte es, die Frontscheibe des Fluchtautos mit einer Stange einzuschlagen, wodurch eine Polizei-Patrouille fünf Minuten später auf den Wagen aufmerksam wurde. Bei einer kurzen Verfolgungsjagd fuhr der Angeklagte teilweise mit 120 km/h durch eine Tempo-30-Zone. Die Polizei stoppte den Mann auf einem Feld in Eggenwil. 

Dicker Räuber überfällt Kiosk

Dicker Räuber überfällt Kiosk in Dietikon (15. April 2017)

  

Für diese Taten verurteilt das Bezirksgericht den Serben nun zu drei Jahren Gefängnis. «Wenn jemand einen Überfall mit einem Messer verübt, dann hinterlässt das bei den Betroffenen Spuren», erklärt Staatsanwalt Beat Richner. Zusammen mit den viereinhalb Jahren, die er wegen einer Vorstrafe für bandenmässigen Diebstahl absitzen muss, bedeutet das über sieben Jahre Haft für den 32-Jährigen. 

Zudem erhält er einen fünfjährigen Landesverweis. Für den Angeklagten sei das ein persönlicher Härtefall, erklärt die Verteidigerin: «Er pflegt eine gute Beziehung zu seinem Sohn, der hier lebt.» (cki)

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