ALA 2013
Landammann Alex Hürzeler: «Stricken lernte ich als Bub»

Premiere für Landammann Alex Hürzeler: Nach einem Rundgang auf dem Gelände der Aargauischen Landwirtschaftlichen Ausstellung (ALA) und einem Strick-Crashkurs bei den Landfrauen darf Alex Hürzeler das Säulirennen starten.

Manuel Bühlmann
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«Inestäche, omeschlooh …» – Landammann Alex Hürzeler beim Stricken an der ALA.Gaby Beriger

«Inestäche, omeschlooh …» – Landammann Alex Hürzeler beim Stricken an der ALA.Gaby Beriger

Nach einem Rundgang auf dem Gelände der Aargauischen Landwirtschaftlichen Ausstellung (ALA) und einem Strick-Crashkurs bei den Landfrauen darf Landammann Alex Hürzeler das Säulirennen starten. «Seid ihr bereit, Säuli? 3, 2, 1, go», ruft er ins Mikrofon. Angefeuert vom Landammann und den Zuschauern rennen Speedy, Späckli, Rüssel & Co. um die Wette.

Alex Hürzeler, sind Sie ein Fan von Säulirennen?

Es ist für mich das erste Mal, dass ich einen solchen Wettkampf live sehe. Ich bin überrascht, wie schnell die Säuli laufen können. Unterhaltsam so ein Rennen, insbesondere auch für Kinder. Und die Tiere erhalten so auf eine spielerische Weise Bewegung.

Sie sind zu Besuch an der Ausstellung der Aargauer Landwirte. Wie viel Bauer steckt in Ihnen?

Ursprünglich sehr viel. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und habe danach noch einige Jahre im familiären und landwirtschaftlichen Umfeld auf dem Pachthof meiner Eltern bzw. meines Bruders gelebt. So war es selbstverständlich, dass ich ab und zu auch Ferientage investierte, um bei der Ernte oder beim Kirschenpflücken mitzuhelfen.

Wollten Sie als Kind Bauer werden?

Ich liebe es zwar noch heute, in der Natur zu sein, aber schon als Bub spürte ich, dass es mich beruflich nicht in die Landwirtschaft ziehen würde. Der typische Handwerker war ich nie. Mir lag beispielsweise das Rechnen mehr. Mein älterer Bruder ist Landwirt geworden; ich entschied mich für die kaufmännische Lehre bei einer Bank.

Sie sind auf dem Bauernhof mit Kühen, Schweinen und Hühnern aufgewachsen. Welches ist Ihr Lieblingstier?

Als Kind verbrachte ich die Zeit am liebsten mit den Kälbchen. Noch besser gefallen hätten mir allerdings Schafe, die wir aber auf dem Hof nie hatten. Heute bleibt mir als Regierungsrat zu wenig Zeit für ein Haustier.

Die Landfrauen liessen Sie vorhin an ihrem Stand stricken. Eine weitere Premiere für Sie?

Nein, ich lernte das Stricken einst als Bub von meiner Mutter. Eine Leidenschaft entwickelte sich aber nicht daraus. Schulstoff war es in meiner Kindheit noch nicht.

Können Sie es noch?

Ehrlich gesagt, die Frauen mussten mir tüchtig dabei helfen. Es ist Jahrzehnte her, seit ich zum letzten Mal gestrickt habe. Aber ich habe Respekt vor diesem schönen und sinnvollen Handwerk.

Wie sehen Sie als Aargauer Bildungsdirektor die Zukunft der landwirtschaftlichen Berufe?

Unser Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg leistet hervorragende Arbeit und deckt alle Bereiche der landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung ab. Insofern habe ich keine Bedenken, wenn es um die Zukunft der Landwirtschaft im Aargau geht. Engagement und Flexibilität wird aber mehr denn je verlangt sein. Gerade die ALA zeigt auf, wie innovativ und verantwortungsbewusst unsere heutigen Bauern dies anpacken.

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