Unwetter
Lage in Zofingen stabilisiert sich - Vorbereitungen für neue Gewitter laufen

Die Lage in und um Zofingen hat sich nach dem Unwetter vom Samstagabend stabilisiert. Die Rettungskräfte arbeiten weiter auf Hochtouren und bereiten sich auf weitere kommende Gewitter vor.

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Bei den heftigen Gewittern wurde die Bahnhofunterführung in Zofingen geflutet und war während Stunden nicht mehr passierbar.

Bei den heftigen Gewittern wurde die Bahnhofunterführung in Zofingen geflutet und war während Stunden nicht mehr passierbar.

Thomas Gerber/sda

Seit den heftigen Regenfällen am Samstagabend sind in Zofingen weiterhin zahlreiche Rettungskräfte aus diversen Gemeinden im Dauereinsatz. Bisher sind rund 490 Schadensmeldungen bei der kantonalen Notrufzentrale und bei der Feuerwehr Zofingen eingegangen, laufend gehen weitere Meldungen ein.

Aktuell konnte bei rund der Hälfte der Schadensmeldungen der Ersteinsatz abgeschlossen werden. Die Lage stabilisiert sich, die Rettungsarbeiten schreiten voran. Die Einsatzkräfte arbeiten mit Hochdruck daran, die überschwemmten Unterführungen für den Verkehr passierbar zu machen, Keller auszupumpen und die Stromversorgung sicherzustellen.

Nach den heftigen Regenfällen vom Samstagabend hat sich die Lage innerhalb der Stadt Zofingen und im umliegenden Gebiet stabilisiert. In weiten Teilen der Stadt Zofingen waren die Arbeiten soweit fortgeschritten, dass der Ersteinsatz der Rettungskräfte Sonntagabend abgeschlossen werden konnte. In einzelnen Quartieren war die Schadenslage noch weiter zu klären und die Rettungsarbeiten liefen auf Hochtouren.

Insbesondere wurde daran gearbeitet, die Keller auszupumpen und die Stromversorgung wiederherzustellen. Am Sonntag war die dritte Schicht mit rund 120 Einsatzkräften im Einsatz. Um auf die Regenfälle von Sonntagabend optimal vorbereitet zu sein, wurden Strassen von Schmutz und Geröll, sowie sämtliche Bachläufe von Schutt befreit und Keller um Keller ausgepumpt. Ausserdem wurden gezielt an gefährdeten Stellen Wassersperren aufgestellt.

Im Seniorenzentrum Zofingen war die Stromversorgung bis Sonntagmittag unterbrochen. Dank Notstromaggregaten z. B. für den Betrieb von Sauerstoffgeräten, bestand aber zu keiner Zeit eine Gefährdung der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Feuerwehr Zofingen dankt der Bevölkerung für ihr Verständnis, dass die Rettungskräfte ihre Einsätze priorisieren müssen und es teilweise zu Wartezeiten kommt. Es ist sehr erfreulich, wie gut die Nachbarschaftshilfe funktioniert.

Schrittweiser Aufbau der Stromversorgung

Die Überflutungen am Samstag haben zu zahlreichen Ausfällen im Zofinger Stromnetz geführt. Die ausgefallenen Trafostationen konnten grösstenteils zur Einschaltung wieder vorbereitet werden. Nach wie vor sind aber noch Elektroinstallationen in Liegenschaften unter Wasser. Die Einschaltungen können erst vorgenommen werden, wenn die Gebiete von der Feuerwehr und den Fachkräften der StWZ freigegeben sind. Dies ist aktuell am Laufen und wird noch einige Zeit beanspruchen. Zeitprognosen sind zurzeit nicht möglich.

Es wird darauf hingewiesen, dass im Umgang mit überschwemmten Aufzugsschächten Vorsicht geboten ist. Diese sollen nicht selber geöffnet und nicht wieder eingeschaltet werden (Gefahr durch Strom).

Bahnhofparking Zofingen wird geräumt

Nach den heftigen Regenfällen vom Samstagabend wurde das Zofinger Bahnhofparking mit über 100 parkierten Fahrzeugen überschwemmt. Zurzeit wird das erste Untergeschoss geräumt. Dieses ist bis auf Weiteres nicht begehbar. Die Autos werden abtransportiert und auf den Abstellplatz der Firma Tonini, Bahnhofstrasse 4 in Wikon gebracht. Die betroffenen Besitzer können am Montag, 10. Juli 2017 ab 8.00 Uhr ihr Auto abholen (Kontakt: 062 751 58 58).

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