Gesundheitsschutz

Labor zieht Kinderkosmetika aus dem Verkauf im Aargau zurück

Verkaufsverbot für Kinderkosmetika: Das Basler Kantonslabor hat gesundheitsschädliche Stoffe gefunden. (Symbolbild)

Verkaufsverbot für Kinderkosmetika: Das Basler Kantonslabor hat gesundheitsschädliche Stoffe gefunden. (Symbolbild)

Das Basler Kantonslabor hat gesundheitsgefährdende Kinderkosmetika aus dem Verkehr gezogen. 56 unter anderem auch im Aargau gekaufte Produkte wurden geprüft, 6 davon verboten. Beanstandet wurden insgesamt 33 Produkte.

Die geprüften Kinderkosmetika - von Körperfarben über Parfums bis zu Nagellacken - wurden für 3- bis 14-Jährige in den Kantonen Aargau, Zürich und Basel-Stadt verkauft. Sie dienten zum spielerischen Schminken oder als Badespass.

Beschafft hat sie das Kantonslabor bei Importeuren, Warenhäusern, Spielzeugläden und Boutiquen, wie es am Donnerstag mitteilte.

Im Visier waren Kinderkosmetika, weil solche schon früher oft nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprochen hatten. Die sechs Verkaufsverbote werden mit unerlaubten Farbstoffen oder zu viel Konservierungsmitteln begründet. Beanstandet wurden aber auch fehlende Warnhinweise oder ungenügende Inhaltsstoff-Deklarationen.

Geiz ungesund für Kinder

Nicht in Ordnung waren diesmal besonders Nagellacke und Lippenpflegeprodukte. Das Kantonslabor moniert zudem eine «mangelhafte Selbstkontrolle»: Herstellerdokumente würden oft nicht von kompetentem Personal auf Plausibilität oder gar mit eigenen Analysen überprüft.

Das Problem komme daher, dass Kinderkosmetika zumeist via die Werbe- und Spielzeugbranche vertrieben würden: Dort seien spezifische Kenntnisse zu Kosmetika und Vorschriften dazu rar, und die Produkte würden «möglichst billig» in Fernost bestellt. Offensichtlich werde auf Kosten der Sicherheit der Kinder gespart.

Das Basler Kantonslabor will nun die Wirksamkeit seiner Kontrollen steigern. Dazu hat es auch die Mitglieder des europäischen Netzwerks der offiziellen Untersuchungslabors (Official Cosmetics Control Laboratories) auf das Problem aufmerksam gemacht und um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten, wie es weiter mitteilte.

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