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KSA-Debakel
Aargauer alt Nationalrat Giezendanner fordert die Entlassung des gesamten Verwaltungsrates

Das KSA ist in einer finanziellen Schieflage und beantragte am Freitag beim Regierungsrat ein Finanzhilfegesuch von 240 Millionen Franken. Auch wenn der laufende Betrieb nicht gefährdet ist, werden nun Forderungen laut, dass im Verwaltungsrat die Köpfe rollen müssen.

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Am 4. Oktober diesen Jahres war Alt-Nationalrat Ueli Giezendanner zu Gast bei «TalkTäglich». Damals ging es um die Nachfolge von Bundesrat Ueli Maurer. «Wir haben ja im Aargau von Jean-Pierre Gallati geredet. Ich glaube aber, der muss schon noch ein bisschen aufräumen. Er muss ein Auge auf das Spital Aarau haben. Dort gibt es schon noch eine Bombe, die tickt.», so Giezendanner im Oktober.

Und genau diese Bombe ist gestern geplatzt. Das Kantonspital Aarau ist in einer finanziellen Notlage und hat am Freitag ein Gesuch um Finanzhilfe gestellt. Für den SVP-Politiker Giezendanner ist klar, jetzt müssen die Köpfe rollen: «Also ich erwarte, dass der Verwaltungsrat am Montagmorgen als erste Amtshandlung von Herrn Gallati entlassen wird. Darüber hinaus muss am Montag eine ausserordentliche Regierungssitzung stattfinden, in der eine Strafuntersuchung beschlossen werden muss.»

Für ihn ist sicher, dass Finanzdebakel muss Konsequenzen für den Verwaltungsrat haben. Dessen Präsident Peter Suter nimmt diese Aussage zur Kenntnis und kann sie verstehen. «Dass die Kritik heftig ausfällt, das habe ich erwartet. Wer die Geschichte vom KSA aber kennt, weiss, es wäre zu kurz gegriffen, die heutige Führung dafür verantwortlich zu machen», so Suter zu Tele M1. (argoviatoday.ch)