Grosser Rat
Kritische Fragen zur geplanten Impfkampagne in den Aargauer Apotheken

SVP-Grossrat Wolfgang Schibler will von der Regierung wissen, wie konkret die Pläne der Apotheker sind und was sie davon hält. Ihn interessiert zudem, welche Vor- und Nachteile bei einer Impfung in dr Arztpraxis oder in dr Apotheke abzuwägen sind.

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Der Aargauische Apothekerverband denkt über eine Grippe-Impfkampagne im Herbst 2014 nach.

Der Aargauische Apothekerverband denkt über eine Grippe-Impfkampagne im Herbst 2014 nach.

Agentur: Ex-Press

Über die «Schweiz am Sonntag» wurde bekannt, dass der Aargauische Apothekerverband für Herbst 2014 eine Grippe-Impfkampagne evaluiert. Die Idee ist, dass an bestimmten Daten Ärzte und Ärztinnen in Apotheken Grippeimpfungen verabreichen. Solche Herbstkampagnen laufen in Basel seit zehn Jahren.

Grossrat Wolfgang Schibler (SVP, Bettwil) stellt der Kantonsregierung dazu jetzt in einer Interpellation kritische Fragen. Er will wissen, wie konkret das Projekt ist respektive ob das Vorhaben in der Regierung bearbeitet wird. Weiter, wie sie sich dazu stellt. Falls solche Impfungen möglich sein sollten, will Schibler wissen, welche Vor- und Nachteile sie in der Impfung in der Arztpraxis resp. in der Apotheke sieht. Weiter fragt er, welche medizinischen, juristischen bzw. bewilligungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein müssen und ob vorgesehen sei, das Gesundheitsgesetz entsprechend anzupassen.

Schibler verweist darauf, dass die Apotheker keinen Zugriff auf die Krankengeschichte der Patientinnen und Patienten haben, weshalb sich auch die Frage der Verantwortung und Haftung bei Komplikationen ergebe. Da interessiert ihn auch, wer die Verantwortung trägt, wenn Patienten unvollständige oder unrichtige Angaben zu möglichen Kontra-Indikationen machen und ob die Apotheken für Impfzwischenfälle medizinisch ausgerüstet wären. (MKU)