Anstieg

Krankenkassen-Prämien: Aargauer müssen 2015 deutlich mehr zahlen

Die Krankenkassenprämie wird das Haushaltsbudget nächstes Jahr stärker belasten. (Symbolbild)

Die Krankenkassenprämie wird das Haushaltsbudget nächstes Jahr stärker belasten. (Symbolbild)

Im Kanton Aargau steigen die Krankenkassenprämien für Erwachsene im neuen Jahr um 3,8 Prozent. Besonders junge Erwachsene werden deutlich mehr bezahlen müssen.

Im Kanton Aargau steigt die Krankenkassenprämie für Erwachsene um 3,8 Prozent. Die Prämie 2015 für die Grundversicherung beträgt im Durchschnitt 387,38 Franken pro Monat. Der Anstieg liegt zwar leicht unter dem Schweizer Durchschnitt – übersteigt die Vorjahreswerte allerdings deutlich. Für die obligatorische Krankenpflegeversicherung werden die Aargauer monatlich 14,14 Franken mehr bezahlen. Das geht aus den Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor. 

Die Monatsprämie von 387,38 Franken liegt um knapp 25 Franken unter dem Schweizer Mittelwert. Die Nachbarkantone – abgesehen von Luzern und Zug – weisen höhere Monatsprämien aus als der Aargau.

Die Erhöhung im Aargau von 3,8 Prozent liegt um 0,2 Prozentpunkte unter dem Schweizer Wert von 4 Prozent. Im letzten Jahr war die Grundprämie um 2,5 Prozent und im 2013 um 1,1 Prozent gestiegen.

Die durchschnittliche jährliche Prämienerhöhung im Aargau beträgt seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes im Jahr 1996 rund 5,9 Prozent.

Junge Erwachsene zahlen deutlich mehr

Für junge Erwachsene im Alter von 19 bis 25 Jahren erhöht sich die Grundprämie 2015 um 4,6 Prozent auf 355,41 Franken pro Monat. Das ist ein Anstieg um 15,73 Franken.

Die durchschnittliche Kinderprämie (bis 18 Jahre) beträgt 89,04 Franken pro Monat – das sind 3,59 Franken oder 4,2 Prozent mehr als 2014.

Die Monatsprämie für Erwachsene fällt unter den 47 im Aargau tätigen Krankenkassen sehr unterschiedlich aus. Die Bandbreite reicht von 313,30 Franken bis 463,90 Franken. Die Differenz kann pro Monat also 150 Franken betragen.

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