In den Regionen des Aargaus sorgen zahlreiche nicht kommerziell ausgerichtete Festivals Jahr für Jahr für ein vielfältiges Kulturangebot. Nun haben die Organisatoren von neun dieser Festivals gemeinsam das Festivalforum Aargau gegründet. «Anstatt dass sich die einzelnen Festivals konkurrenzieren, unterstützen sich die beteiligten Kulturveranstalter gegenseitig», erklärt Lukas Renckly, der das Festivalforum koordiniert.

Konkret bedeutet dies, dass gegenseitig Erfahrungen und Fachwissen ausgetauscht, Termine abgesprochen sowie organisatorische und inhaltliche Themen behandelt werden. Zweimal pro Jahr findet ein Netzwerktreffen statt. «Es soll ein entspannter Austausch werden», sagt Renckly, wobei auch ganz konkrete Themen behandelt würden: So seien Marketingkonzepte genauso ein Thema wie das Weitergeben einer zu klein gewordenen Bühne. «Weitere Festivals können dem Forum jederzeit beitreten», erklärt Renckly. Vorausgesetzt wird dafür einzig, dass die Festivals nicht kommerziell ausgerichtet sind und die meisten Arbeiten in der Regel von Freiwilligen ausgeführt werden.

Zu den neun Mitgliedern gehören die sieben eigenständigen, regional verankerten Open Airs «Festival des Arcs» in Baden, das «Openeye» in Oberlunkhofen, das «Mutterschiff Openair» in Menziken, das «kleinLaut Festival» in Riniken, das «Sicht Feld Open Air» in Gipf-Oberfrick und das «Zamba Loca» in Wohlen. Dazu sind die «Muri Nights» mit von der Partie, eine Kombination von Live-Musik und Kino im Klosterhof in Muri. Und ebenfalls Mitglied beim Festivalforum ist auch das «Jugendtheater Festival Schweiz», das jeweils in der Tuchlaube in Aarau über die Bühne geht.

15 000 Besucher im Jahr 2016

Im vergangenen Jahr pilgerten rund 15 000 Besucherinnen und Besucher an die neun Festivals. Über 1 200 Helferinnen und Helfer jeglichen Alters haben die Kulturveranstaltungen mitgetragen. Insgesamt traten 83 Bands, 48 DJs, 7 Theaterensembles und 34 weitere Künstlerinnen und Künstler auf. Die 9 Organisationskomitees und die freiwilligen Helferinnen und Helfer haben insgesamt mehr als 36 000 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet. Würde man eine Stunde Freiwilligenarbeit mit jeweils 30 Franken entschädigen, so käme man auf knapp 1,1 Millionen Franken.