Gebühren

Konzession für Wasserkraftwerk Gösgen erneuert – Geldsegen für den Aargau

Die Anlage nutzt die Wasserkraft der Aare auf der Strecke von der Strassenbrücke in Aarburg AG bis 250 Meter oberhalb der Strassenbrücke in Schönenwerd SO.

Die Anlage nutzt die Wasserkraft der Aare auf der Strecke von der Strassenbrücke in Aarburg AG bis 250 Meter oberhalb der Strassenbrücke in Schönenwerd SO.

Das Solothurner Kantonsparlament hat am Mittwoch die Konzession für das Alpiq-Wasserkraftwerk Gösgen ohne Gegenstimme vorzeitig um 70 Jahre verlängert. Die Neukonzessionierung spült dem Aargau Konzessionsgebühren und Wasserzinsen in die Staatskasse.

Die geltende Konzession endet Mitte November 2027. Im Hinblick auf grössere anstehende Investitionen beim Stauwehr Winznau habe die Alpiq Hydro Aare AG als Konzessionärin aber schon 2010 um eine vorzeitige Erneuerung der Konzession ersucht, sagte Kommissionssprecher Georg Nussbaumer (CVP).

Mit der Konzessionserneuerung soll das bestehende Kraftwerk ohne konzeptionelle Veränderungen weiterbetrieben werden. Die Anlage soll aber an den aktuellen Stand der Technik sowie an die Anforderungen der Hochwasser- und Erdbebensicherheit und der Ökologie angepasst werden.

Die Anlage nutzt die Wasserkraft der Aare auf der Strecke von der Strassenbrücke in Aarburg AG bis 250 Meter oberhalb der Strassenbrücke in Schönenwerd SO. Mit der zulässigen Stauhöhe von 388.14 Metern über Meer oberhalb des Wehrs in Winznau ergibt sich ein nutzbares Bruttogefälle in Abhängigkeit der Abflussmenge von 13.1 bis 17.4 Metern. Die maximale Nutzwassermenge soll von bisher 380 auf 405 Kubikmeter pro Sekunde leicht erhöht werden.

Fast 300'000 Franken für den Aargau

Der Kanton Solothurn kassiert für diese Konzessionserneuerung eine Gebühr von einer Million Franken sowie jährliche Wasserzinsen. Für diese gilt derzeit wegen des schwierigen Marktumfeldes ein reduzierter Satz.

Dieser soll auch für die Zeit ab der Konzessionserneuerung 2019 bis 2027, dem eigentlichen Ablauf der Konzession, gelten. Über den Wasserzins ab 2018 soll dann aufgrund der marktwirtschaftlichen Situation zu jenem Zeitpunkt entschieden werden. Der volle Wasserzins würde derzeit 110 Franken pro Kilowatt Bruttoleistung betragen.

Freuen kann sich auch der Nachbarkanton, entfallen doch 7 Prozent des Gefälles bei Niedrigwasser auf den Kanton Aargau. Die Neukonzessionierung spült dem Aargau 297'000 Franken Konzessionsgebühren und jährlich Wasserzinsen in die Staatskasse.

Dotierwassermenge wird erhöht

Der umfangreichste und augenfälligste Eingriff in die bestehende Kraftwerksanlage erfolgt beim Wehr Winznau. Nebst dem ersatzlosen Abbruch des Wehroberbaus sollen die Pfeiler verstärkt, alle Wehröffnungen mit neuen Schützen ausgestattet und das Tosbecken erneuert werden.

Eine wichtige ökologische Verbesserung stellt die Erhöhung der Dotierwassermenge dar. Es handelte sich dabei um die minimale Wassermenge, mit der beim Wehr Winznau die Restwasserstrecke der Aare beschickt werden muss.

Die bisher geltenden Dotierwassermengen von 7.5 Kubikmeter pro Sekunde im Winter, 10 im Frühling und Herbst sowie 15 im Sommer sollen auf ein ebenfalls saisonal abgestuftes Regime von 15, 20 bzw. 25 Kubikmeter pro Sekunde erhöht werden. (sda/sam)

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