Als letztes Traktandum in der heutigen Halbtagssitzung des Grossen Rates ging es um den von der Regierung beantragten Beitritt zu einem Konkordat der Kantone über private Sicherheitsdienstleistungen. Dieses Konkordat bezweckt eine rechtliche Gleichbehandlung der privaten Sicherheitsunternehmen in den verschiedenen Kantonen und damit eine gesamtschweizerische Vereinheitlichung.

Eintreten auf die Vorlage war unbestritten, doch machte sich Jürg Stüssi-Lauterburg (SVP, Windisch) für Rückweisung stark. Die Sorge um die Sicherheit sei zwar berechtigt, sagte Stüssi. Niemand wolle Wildwuchs, man wolle eine freiheitliche Ordnung. Der Kanton garantiere diese aber bereits. Man brauche keinen Sicherheitsvogt via Konkordat, rief Stüssi in den Saal. Und fand Gehör.

Der zuständige Regierungsrat Urs Hofmann kämpfte für Eintreten und Zustimmung, doch der Rat wies die Vorlage knapp mit 68 : 63 Stimmen an die Regierung zurück. Für Rückweisung stimmte praktisch geschlossen die rechte Ratshälfte (allen voran SVP und FDP). (MKU)