Auszeichnung

Knecht-CEO Roger Geissberger sticht Swiss-Chef Harry Hohmeister aus

Knecht CEO Roger Geissberger wurde zur Persönlichkeit des Jahres in der Reisebranche gewählt. (Archiv)

Knecht CEO Roger Geissberger wurde zur Persönlichkeit des Jahres in der Reisebranche gewählt. (Archiv)

Die Schweizer Reisebranche wählt den CEO der Aargauer Knecht Reisegruppe Roger Geissberger zur Branchenpersönlichkeit 2014. Damit stach er namhafte Konkurrenten wie Swiss-Chef Harry Hohmeister oder Investor Samih Sawiris aus.

Diese Wahl kommt für Roger Geissberger, CEO der Knecht Reisegruppe und Vizepräsident des FC Aarau, überraschend: Am Donnerstagabend kürte ihn die Schweizer Reisebranche mit dem „Swiss Travel Personality Award 2014“.

Die Trophäe persönlich entgegennehmen konnte er indes nicht, das überliess er im Zürcher Kongresshaus seinem Kollegen aus der Geschäftsleitung, Kenny Prevost. Geissberger selber weilt derzeit in Australien. Nach der Generalversammlung der australischen Tochterfirma Knecht Reisen Sydney vom Dienstag war er am Donnerstag auf dem Weg mit einer Grossgruppe auf ein Kreuzfahrtschiff, das Richtung Südsee aufbricht, als er den Handyanruf der Nordwestschweiz entgegen nahm.

„Ich bin natürlich sehr geehrt, die Auszeichnung erfüllt mich mit stolz“, sagte Geissberger, „angesichts der namhaften Mitkonkurrenten noch umso mehr.“ Denn ebenfalls zur Wahl standen Swiss-CEO Harry Hohmeister, Flughafen Zürich-Chef Thomas Kern sowie Andermatt-Investor Samih Sawiris.

1977 begann Roger Geissberger seine kaufmännische Lehre bei Knecht Reisen Wettingen und leitet seit 1996 die Geschicke der viertgrössten Schweizer Reisefirma – nach Kuoni, Hotelplan und TUI. In einer zweiminütigen Videobotschaft grüsste Geissberger gestern Abend die Teilnehmer der Awardnight aus attraktiver Umgebung, unter der Sydney Harbour Brücke stehend, im Hintergrund das Opera House: „Den Sieg widme ich speziell den Knecht Reisen-Mitarbeitenden und den Kollegen in der Geschäftsleitung – wir sind schon seit über 15 Jahren in der gleichen Besetzung zusammen und konnten in dieser Zeit 15 Firmen kaufen und vier neue Firmen gründen.“

Weiter unterliess er es nicht, den vielen Reisebüro-Inhabern in Zeiten wachsender Internet-Direktbuchungen Mut zuzusprechen: „Wir glauben auch in Zukunft ans Reisebüro. Das Reisebüro hat weiterhin Chancen, weil es seine Kunden kennt. Und der Reiseveranstalter kann sich gegen Anbieter aus dem Internet abheben, wenn er Mehrwert generieren kann – etwa mit Concierge Service, eigenen Agenturen vor Ort, gut geschultem Personal und guten Reiseunterlagen.“

In der vom Fachmagazin „Travel Inside“ durchgeführten Wahl werden zunächst zwölf Kandidaten präsentiert. Nach einem Online-Voting werden die sechs engeren Favoriten von einer Jury bewertet, der Max E. Katz, Präsident des Schweizerischen Reisebüro-Verbandes, Professor Christian Lässer von der Universtität St. Gallen und weitere Exponenten angehören. Hoch angerechnet wurde Geissberger, dass er nach einer nahtlosen Übergabe der operativen Verantwortung für Knecht Reisen als Group CEO die strategischen Fäden weiterhin umsichtig in der Hand hält und die ausgewiesenen Margen im Branchenvergleich überdurchschnittlich ausfallen. 

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