Zweipersonenhaushalte sind im Aargau am beliebtesten: Von den 288'465 Haushalten werden 35,4 Prozent zu zweit bewohnt, dicht gefolgt von Single-Wohnungen, die 31,6 Prozent der Haushalte ausmachen. Dies geht aus neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor. 

Umgerechnet auf den Anteil der kantonalen Bevölkerung in Privathaushalten (661'999 Einwohner, Stand Ende 2017) wohnen auch die meisten Aargauer (30,9 Prozent) zu zweit. Der zweitgrösste Anteil mit 23,6 Prozent wohnt zu viert. Nicht einmal 5 Prozent der Aargauer wohnt zu sechst oder mehr. 

Durchschnittlich leben in einem Aargauer Haushalt 2,3 Personen. Damit liegt das kantonale Mittel minimal über demjenigen der gesamten Schweiz von 2,2 Personen pro Haushalt. 

Gewaltige Verschiebung

Die Verteilung in Single-, Doppel- und Mehrpersonen-Haushalte hat sich seit 2012 nicht gross verändert, wie die am Donnerstag erschienenen BFS-Tabellen zeigen. Die einzelnen Zahlen stiegen in den letzten Jahren im selben Mass wie die der Haushalte: 2012 wurden schweizweit noch 3,46 Millionen Haushalte gezählt, 2017 waren es 3,72 Millionen.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet zeigt sich aber eine gewaltige Verschiebung bei Einzelnen und Grossfamilien: 1930 wohnten gemäss BFS nur 2 Prozent der Schweizer allein, während über die Hälfte der Bevölkerung in Haushalten mit fünf und mehr Personen lebten; heute macht der Anteil an so grossen Haushalten nur noch 14 Prozent aus.

Die kantonalen Unterschiede der Grösse sind gering: Die Haushalte in Appenzell Innerrhoden und Freiburg beherbergen im Mittel 2,47 respektive 2,41 Leute, während es im Tessin und in Graubünden durchschnittlich nur 2,14 sind.

Etwas stärker variiert die Anzahl der Eineltern-Haushalte: Genf liegt mit 8,9 Prozent am weitesten über dem Landesdurchschnitt von 6 Prozent, Schwyz mit 4,7 Prozent am deutlichsten darunter. Eine Besonderheit weist Basel-Stadt auf: Gemäss dem statistischen Atlas der Schweiz leben dort in 46,7 Prozent der Wohnungen Singles - fast 12 Prozent mehr als im gesamtschweizerischen Mittel. (sda/sam)