Katholiken
Klares Ja zur Wohnbau-Genossenschaft für günstiges Wohnen

In mehreren Vorsynoden sorgte das Thema noch für Diskussionen, nun hiess die Römisch-Katholische Synode die Vorlage zur Kirchlichen Wohnbaugenossenschaft mit überwältigendem Mehr gut.

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Die neuen Mitglieder des Kirchenrats, Olivier Dinichert und Claudia Chapuis, im rechten Bild Synodenpräsidentin Bernadette Bernasconi und Vize Marcel Baumgartner.

Die neuen Mitglieder des Kirchenrats, Olivier Dinichert und Claudia Chapuis, im rechten Bild Synodenpräsidentin Bernadette Bernasconi und Vize Marcel Baumgartner.

AZ

Unter dem Leitsatz «Faires Wohnen» wird die Genossenschaft nach ihrer Gründung nachhaltig realisierte, gemeinnützige und preisgünstige Wohnungen in enger Zusammenarbeit mit Kirchgemeinden und anderen Interessenten schaffen.

Nachdem in den Vorsynoden vor zehn Tagen noch leidenschaftlich darüber diskutiert wurde, hiess das Parlament die Vorlage nach einem überzeugenden Votum von Kirchenratspräsident Luc Humbel ohne weiteren Kommentar mit grossem Mehr gut.

Claudia Mennen, Fachstellenleiterin Bildung und Propstei, informierte über die neuesten Entwicklungen in der Bildungslandschaft und über den Strategieprozess ihrer Fachstelle. Vor einem Jahr hat die Mehrheit der Synodalen ihr Sitzungsgeld für das Projekt Fastenopfer-Nothilfe Philippinen, das Helena Jeppesen betreute, zur Verfügung gestellt. Sie berichtete, untermalt von eindrücklichen Bildern, über das Projekt.

Für die zurückgetretenen Mitglieder des Kirchenrats, Evelyne Wernli und Sepp Stalder, wählten die Synodalen für den Rest der Amtsperiode Claudia Chapuis (Wettingen) und Olivier Dinichert (Aarau). Beide erzielten mit je 130 Stimmen ein ausgezeichnetes Resultat.

Kirche als Geburtshelferin

Bericht und Antrag zur Kirchlichen Wohnbaugenossenschaft stiessen auf grosse Zustimmung. Luc Humbel betonte die Rolle der Landeskirche als Geburtshelferin dieser nachhaltigen Idee. Die Genossenschaft als selbstständige juristische Person wird in eigenem Namen handeln.

Auch die Rolle der Kirchgemeinden, die Bedarf und Ressourcen klären müssen, thematisierte Humbel. Die Zustimmung der Synode bedeutet, dass die Römisch-Katholische Landeskirche Genossenschaftsscheine im Wert von 100 000 Franken zeichnet und der zu gründenden Wohnbaugenossenschaft ein Darlehen von 650 000 Franken gewährt.

Das Budget 2015 wurde ohne eine Veränderung des Zentralkassenbeitrages angenommen. Der Schlussbericht des Kapellenprojekts wurde einstimmig genehmigt.

Am Schluss der Synode wurden Evelyne Wernli und Sepp Stalder für die Mitwirkung im Kirchenrat geehrt, ebenso wurden Bernadette Bernasconi, abtretende Präsidentin der Synode, sowie die beiden Mitglieder des Büros der Synode, Martin Egli und Peter Neuhaus, verabschiedet und ihr Engagement verdankt. (az)