Seit 1995 besteht die Fussgängerzone in der Zofinger Altstadt. Es gilt Fahrverbot – mit Ausnahmen für Velos und den Güterumschlag. «Leider wird die Signalisation der Fussgängerzone nicht verstanden und vielfach auch nicht beachtet», schreibt die Stadt in einer aktuellen Mitteilung.

Tatsächlich zeigt ein kurzer Augenschein vor Ort: Man braucht nicht lange zu warten, um überforderte Autofahrer zu beobachten, die mit den Schildern nicht klarkommen. So biegt eine Autofahrerin auf der Bahnhofstrasse nach links ab, obwohl das verboten ist – sie bemerkt es im letzten Moment und leitet ein Wendemanöver ein (siehe nachfolgendes Bild).

Ups, da droht eine Busse: Eine Autofahrerin biegt am Ende der Bahnhofstrasse verbotenerweise nach links ab.

Ups, da droht eine Busse: Eine Autofahrerin biegt am Ende der Bahnhofstrasse verbotenerweise nach links ab.

Harmlos ist das natürlich nicht, wie Stadtammann Hans-Rudi Hottiger feststellt: «In der Fussgängerzone erwarten die Leute – vor allem die Kinder – keine Autos. Wenn dann trotzdem eines durchfährt, ist das gefährlich.»

Nun soll die bestehende Signalisation mit einem «Allgemeinen Fahrverbot» ergänzt werden. Wie bisher bleibt die Durchfahrt für Fahrräder sowie zu gewissen Zeiten für Lieferanten und den Güterumschlag gestattet. Fussgänger haben Vortritt. Die Regeln bleiben also gleich. «Sie werden aber durch eine klarere Signalisation verdeutlicht – und ihre Einhaltung wird vermehrt kontrolliert.» Im Klartext: Es werden wohl häufiger als bisher Bussen ausgesprochen.

Viele Schilder, aber offensichtlich immer wieder Missverständnisse: Bahnhofstrasse in der Altstadt Zofingen.

Viele Schilder, aber offensichtlich immer wieder Missverständnisse: Bahnhofstrasse in der Altstadt Zofingen.

Klarere Regeln will die Stadt Zofingen auch auf den Quartierstrassen Römerhalde und Sonnenrain durchsetzen. Fremdparkierer blockieren die beiden engen Strassen immer öfter, und am Sonnenrain lassen insbesondere Pendler gerne ihre Autos am Strassenrand zurück. «Eine Auswertung der Nummernschilder zeigte, dass die Fahrzeuge grossmehrheitlich von Haltern stammen, die nicht im Quartier wohnen», schreibt die Stadt dazu.

Und: «Die parkierten Autos verunmöglichen das Kreuzen mit grossen Fahrzeugen und behindern die Durchfahrt des Müllwagens sowie – und das ist viel schlimmer – auch der Feuerwehr.» In der Altstadt seien alle Parkplätze bewirtschaftet, in den Quartierstrassen nicht, stellt HansRuedi Hottiger fest. «Ich habe einfach festgestellt, dass es Leute gibt, die Unglaubliches auf sich nehmen, um gratis parkieren zu können.»

Um dem Einhalt zu gebieten, ist die Einführung eines beidseitigen Parkverbots vorgesehen. Diese Verkehrsbeschränkung wird Ende November publiziert.