Die 42 Mitglieder des Verbandes haben eine entsprechende Charta unterzeichnet. Die Bedürfnisse von Gesellschaft und Natur sollen auf einen Nenner gebracht werden.

Zudem wollen sich die Kies- und Betonproduzenten gegenüber der Bevölkerung von Standortgemeinden vorbildlich verhalten, wie der Verband am Mittwoch mitteilte. Bei der Planung einer neuen Kiesgrube oder Aushubdeponie sollten die Betroffenen und Interessengruppen miteinbezogen werden.

Die Mitglieder des Verbands wollen gemäss Charta mehr als die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Bereits während des Abbaus soll für einen ökologischen Ausgleich gesorgt werden. Nach Ende des Abbaus will die Branche die offenen Stellen mit sauberem Aushub auffüllen die Gruben den Landbesitzern und der Allgemeinheit in gutem Zustand zurückgeben.

Aargau deckt Bedarf selbst

Mit ihren rund 400 Mitarbeitenden bauen die im Verband der Kies- und Betonproduzenten Aargau zusammengeschlossenen Betriebe nach eigenen Angaben pro Jahr rund 2,5 Millionen Kubikmeter Sand und Kies ab. Gleichzeitig stellen sie 1,5 Millionen Kubikmeter Beton her.

Damit decken die Unternehmen den Kies- und Betonbedarf im Kanton Aargau. Jährlich verfüllen die Mitglieder des Verbands 2,9 Millionen Kubikmeter sauberen Aushub in ihren Abbaustellen sowie in einigen wenigen Aushubdeponien.

Die Aargauer Kies- und Betonproduzenten unterschreiben Nachhaltigkeits-Charta – Jura Cement nicht

Die Aargauer Kies- und Betonproduzenten unterschreiben Nachhaltigkeits-Charta – Jura Cement nicht

«Spott und Hohn!», sagen die Gegner der Erweiterung des Abbaugebiets in Veltheim.

Vergrösserung des Abbaugebiets

Für Diskussionen sorgen derzeit die Pläne für die Erweiterung des Steinbruchs der Jura-Cement-Fabriken AG (JCF) in Wildegg AG. In den kommenden 25 Jahren sollen dort sechs Millionen Kubikmeter Kalkstein abgebaut werden.

Die vorgeschlagene Erweiterung des Steinbruchs umfasst die Tieferlegung eines Teils der heutigen Abbausohle. Zudem soll die bestehende Fläche um rund 17,5 Hektaren ausgedehnt werden. Die bisher genehmigte Materialabbauzone in den Gemeinden Auenstein und Veltheim umfasst eine Fläche von 65,6 Hektaren.

Um die Pläne umzusetzen, muss der Grosse Rat zunächst den kantonalen Richtplan anpassen. Danach haben die Gemeindeversammlungen von Auenstein und Veltheim über die kommunalen Nutzungsplanungen zu entscheiden. Gegen die Abbau wurde bereits Widerstand angekündigt.