Schon beim ersten Auftritt der neuen ökumenischen Fussballmannschaft der Aargauer Landeskirchen zeigt sich ihr grosses Potential: Mit einem 11:1 schlugen sie den FC Grossrat am Dienstag beim alljährlichen Derby in Oberentfelden. Bisher war die Bilanz eher ausgeglichen, die Ergebnisse knapp – bis zum ersten Einsatz des neuen Teams. Schon seit 15 Jahren begegnen sich traditionell die Fussballmannschaften der Reformierten Landeskirche und des Grossen Rats. 

Das überraschende Ergebnis haben die ökumenischen Kirchenfussballer einer Mitteilung der reformierten Landeskirchen zufolge vor allem ihrem Torwart Peter Zürn zu verdanken. Aber auch die fünf neuen Mitspieler aus der römisch-katholischen Kirche hätten das Team massgeblich verstärkt.

Die Grossräte nehmen ihre Niederlage sportlich, beim Treffen im nächsten Jahr würde sich das Team hoffentlich personell verstärken. Zum Spiel selber gebe es nicht viel zu sagen, meinte Adrian Meier (FDP), Teamcoach des Grossen Rats, beim anschliessenden gemeinsamen Essen.

Der ehemalige Grossrat Daniel Pfyl (SVP) trauerte seinem misslungenen Fallrückzieher nach und Grossrat Roland Basler (BDP) meinte, in ihrem Team seien einige  einfach platt gewesen nach 40 Minuten. Einzig CVP-Grossrat Andre Rotzetter blieb konditionell bis zum Schluss fit, konnte aber einen tollen Schuss zehn Minuten vor Schluss nur an den Pfosten setzen.

Die Kirchenfussballer seien einfach besser gewesen, meinte Meier. Spielerisch, konditionell, taktisch und von der Effizienz her.