Mit der Änderung des Waldgesetzes und der Anpassung des kantonalen Richtplans wird präzis definiert, wo ein Waldgebiet anfängt und wo es aufhört. Damit soll die ungeplante Ausdehnung des Waldes verhindert werden.

Bisher wurde im Aargau mit zwei verschiedenen Ellen gemessen. Der Waldrand entlang von Baugebieten ist in Form von Waldgrenzenplänen verbindlich festgelegt. Dies betrifft lediglich Waldränder von einer Länge von 450 Kilometern.

Für die Waldrandlänge von rund 4200 Kilometern gilt der dynamische Waldbegriff. Weil Wald nicht einfach gerodet werden kann, dehnt sich der Wald in solchen Gebieten stetig aus. 3000 der 3750 Kilometer mit dynamischen Waldrändern liegen entlang von Landwirtschaftszonen.

Die stete Ausdehnung der Waldfläche wird nun verhindert, indem die statischen Waldgrenzen in einem einheitlichen Verfahren und in einem gesamtkantonalen Waldgrenzenplan festgelegt sind.

Bei den Parteien im Parlament stiess die Vorlage des Regierungsrats auf Zustimmung - wenn auch ohne Begeisterung. Die Waldgrenzen müssten klar definiert werden, hiess es. Die Biodiversität an den Waldrändern dürfe jedoch nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Der neue Aargauer Waldgrenzenplan ist die rechts- und grundeigentümerverbindliche Grundlage für alle öffentlich-rechtlichen Planungen und Entscheide im Zusammenhang mit Wald.