Ruhegehalt
«Kein schlechtes Gewissen»: Alt-Regierungsrat Schmid verteidigt Ruhegehalt

Mit 86 Jahren ist Arthur Schmid der älteste noch lebende Aargauer alt Regierungsrat. Am Dienstag war er Gast im «Talk Täglich» auf Tele M1 und verteidigte die Ruhegehaltsordnung gegen Grossrat Wolfgang Schibler.

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Wolfgang Schibler im Disput mit Arthur Schmid.

Wolfgang Schibler im Disput mit Arthur Schmid.

Emanuel Freudiger

Er habe jedenfalls kein schlechtes Gewissen, meinte Schmid. In 28 Jahren als Regierungsrat habe er schliesslich auch unzählige, nicht bezahlte Überstunden geleistet, und zu seiner Zeit habe es ja auch noch keine Pensionskasse gegeben.

Moderator Stefan Schmid, az-Inlandchef, gab zu bedenken, dass die Absicherung von Magistraten auch dazu diene, deren Unabhängigkeit während dem Amt zu garantieren. Für Wolfgang Schibler ist das kein Argument: Die Gehälter seien dazu ausreichend.

Wer das Gefühl habe, er könne und wolle in der Privatwirtschaft mehr verdienen, solle dort Karriere machen und nicht in der Politik. Der Dritte in der Diskussionsrunde war CVP-Fraktionspräsident Peter Voser. Für ihn ist klar: Eine Abschaffung der Ruhegehälter ist sicher kein Thema, eine allfällige Reduktion müsste man zumindest sehr genau prüfen.

Voser gab zu bedenken, dass die am höchsten eingestuften Chefbeamten auf eine Altersrente kämen, die nicht wesentlich unter dem Ruhegehalt eines Regierungsrats lägen. Eine Vorsorgeregelung für die Regierungsräte im Rahmen der Pensionskasse müsse gar nicht unbedingt günstiger sein als das heutige Modell. (mou)