Baugewerbe 

Kein Alleingang: Aargauer Baustellen sollen trotz Corona offen bleiben

Auf Baustellen im Aargau wird trotz Corona-Virus weiterhin gearbeitet. (Bild vom November 2019)

Auf Baustellen im Aargau wird trotz Corona-Virus weiterhin gearbeitet. (Bild vom November 2019)

Der Aargauer Regierungsrat will Bauprojekte fortsetzen, die Arbeitgeber müssen aber für Hygiene sorgen.

Der Regierungsrat lehnt kantonale Alleingänge ab bei der Frage, ob Baustellen wegen der Corona-Pandemie geschlossen werden sollen. In einzelnen Kantonen wie Genf werden ab heute Freitag alle Baustellen geschlossen. Der Aargau sieht dazu zur Zeit keinen Anlass und hält sich weiter an die bundesrätlichen Verordnungen. Der Bund und die Kantone seien in der jetzigen schwierigen Phase gefordert, die Wirtschaft zu unterstützen, heisst es in einer Mitteilung des Regierungsrats: «Umso wichtiger ist es, dass indirekt betroffene Branchen ihre Aufträge ausführen können», sagt Baudirektor Stephan Attiger.

Ziel sei es deshalb, die Planung und Realisierung der kantonalen Bauprojekte möglichst ohne zeitliche Verzögerungen voranzutreiben – sowohl im Strassenbau als auch im Umweltbereich zum Beispiel mit den Hochwasserschutzprojekten. «Damit können wir die Planungsbüros, Baufirmen und weitere beteiligte Unternehmen unterstützen und ihnen helfen, die jetzige Krisenzeit zu überbrücken», so Attiger. Sollten sich Verzögerungen abzeichnen, würde die Situation gemeinsam mit den Beteiligten analysiert und das weitere Vorgehen festgelegt werden.

Der Regierungrat macht in seiner Mitteilung aber auch klar, dass die Arbeitgeber alles mögliche für die Gesundheit der Bauarbeiter tun müssen. Für Baracken und Aufenthaltsräume gelte es, die Distanzvorschriften einzuhalten, beispielsweise durch eine gestaffelte Benutzung. Die Arbeitgeber werden angehalten, diese und weitere durch das Bundesamt für Gesundheit angeordneten Hygienemassnahmen einzuhalten und Reinigungs- wie Desinfektionsmaterial zur Verfügung zu stellen. Baudirektor Attiger betont: «Auf unseren Baustellen stellen wir fest, dass die Bauunternehmer sich an die empfohlenen Massnahmen halten, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen.

Das Corona-Virus macht den Aargau zum Geisterkanton – diese 45 Bilder zeigen die grosse Leere:

Gesuch für Truppenunterstützung noch hängig

Weiter hat der Kanton bei der Armee Unterstützung zugunsten der Kantonsspitäler Aarau und Baden angefordert. Es geht darum, die Leistungsfähigkeit der beiden Spitäler zu ergänzen. Soldaten sollen bei der Grundpflege Unterstützung leisten und Patienten transportieren. Die Task Force «Coronavirus» setze alles daran, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens zu stärken. Es geht darum, mit Soldaten, Zivildienstleistenden, Zivilschützern, Medizinstudenstudenten über die Rotkreuz-Kantonalverbände und die kantonalen Samariterverbände sowie mit Freiwilligen das Personal im Gesundheitswesen zu unterstützen.

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