Vandalismus
Kaum hat der Wahlkampf begonnen, liegen die ersten Plakate flach

Seit Sonntag dürfen die Parteien Wahlplakate aufhängen. Und schon liegen die ersten am Boden.

Mathias Küng
Merken
Drucken
Teilen
Keine 48 Stunden stand das Plakat in Küttigen.

Keine 48 Stunden stand das Plakat in Küttigen.

Matthias Küng

Maximal acht Wochen lang dürfen die Parteien mit Blick auf Grossrats- und Regierungsratswahlen für ihre über 1000 Kandidatinnen und Kandidaten werben. Die ersten hängten ihre Plakate schon in der Nacht auf Sonntag auf.

Die az schaute am Sonntag Teams der vier grössten Parteien beim Plakatieren über die Schultern. Dabei entstand auch das Bild von SVP-Grossrat Daniel Wehrli, das ihn in Küttigen beim Montieren eines Plakats zeigt (s. Bilstrecke). Darauf waren nebst ihm vier weitere wiederkandidierende Grossräte abgebildet.

Küttigen: Daniel Wehrli (SVP) in seiner Schreinerei, wo die SVP-Wahlplakate gelagert sind.
15 Bilder
Daniel Wehrli (SVP) beim Anbringen der SVP-Wahlplakate.
Daniel Wehrli (SVP) beim Anbringen der SVP-Wahlplakate.
Daniel Wehrli (SVP) beim Anbringen der SVP-Wahlplakate.
Grüne, GLP, CVP.
Wahlplakate aufstellen
Werben für die Regierung.
Susanne Voser (CVP) beim Anbringen der CVP-Wahlplakate.
Brugg: Dieter Egli (SP) beim Anbringen der SP-Wahlplakate.
Wahlplakate Aargau Brugg: Franziska Liechti und Dieter Egli (SP) beim Anbringen der SP-Wahlplakate.
Die Grünen.
Dieter Egli (SP) beim Anbringen der SP-Wahlplakate.
Andreas Schmid (links) und Kaspar Schoch (rechts) (FDP) beim Anbringen der FDP-Wahlplakate.
Kaspar Schoch (links) und Andreas Schmid (rechts) (FDP) beim Anbringen der FDP-Wahlplakate.
Dieter Egli (SP) beim Anbringen der SP-Wahlplakate.

Küttigen: Daniel Wehrli (SVP) in seiner Schreinerei, wo die SVP-Wahlplakate gelagert sind.

André Albrecht

Im az-Artikel wollte Susanne Voser (Gemeindeammann Neuenhof und Grossratskandidatin CVP), die schon oft plakatiert hat, das Beschädigen von Plakaten nicht dramatisieren. Vandalismus an Plakaten ist laut SP-Co-Fraktionschef Dieter Egli (SP) gar rückläufig.

SVP-Plakate im Visier?

Daniel Wehrli dagegen sagte, er habe den Eindruck, dass SVP-Plakate oft gezielt beschädigt werden. Er hoffe aber auf einen fairen Wahlkampf und dass alle gegenseitig ihre Plakate respektieren.

Nun wurde genau das Plakat, das am Montag in der az abgebildet war, schon kurz darauf mutwillig zerstört, wie das Bild rechts zeigt. Die mehrfach zerbrochene Holzhalterung zeigt: Da hat jemand bewusst und mit Kraft das Plakat ruiniert. Entsprechend enttäuscht zeigte sich Wehrli am Dienstag in der Sitzung des Grossen Rates.

Kommentar zum Artikel

So darf im Aargau plakatiert werden

Für das bewilligungsfreie Aufstellen von unbeleuchteten Wahl- und Abstimmungsplakaten gibt es klare Regeln. Voraussetzung ist das Okay des (Land-)Besitzers. Bei Kandelabern ist es die Gemeinde. Die Reklamefläche an Kandelabern darf maximal 0,7 m², freistehende Plakate dürfen maximal 3,5 m² gross sein. Das Aufstellen darf frühestens acht Wochen vor dem Wahltag erfolgen. Kandelaberplakate an Strassen oder Gehsteig müssen einen Abstand von mindestens 0,3 Meter zur Strasse einhalten und mindestens 2,5 Meter über Boden angebracht sein. Bei freistehenden Plakaten beträgt der Mindestabstand zum Fahrbahnrand 3 Meter. Ganz wichtig: Aufstellen ist nur innerorts und bis 100 Meter ausserorts erlaubt. Sie dürfen die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen. Bei Kreiseln und Verzweigungen etwa oder Fussgängerstreifen sind sie verboten. (AZ)