Armee

Kaserne Aarau in Gefahr: Hochuli protestiert bei VBS-Chef Maurer

Militärdirektorin Susanne Hochuli setzt sich für Waffenplatz Aarau ein

Militärdirektorin Susanne Hochuli setzt sich für Waffenplatz Aarau ein

VBS-Chef Ueli Maurer will sparen. Schiessplätze, Militärspitäler und auch Kasernen will er schliessen. Bedroht ist auch die Kaserne in Aarau. Militärdirektorin Susanne Hochuli protestiert nun bei Maurer mit einem Brief dagegen.

Susanne Hochuli will, dass die Kaserne Aarau erhalten bleibt. In Aarau werden Infanteristen und Militärmusiker ausgebildet, viele sind Durchdiener. Zudem sind in den letzten Jahrzehnten Millionen von Franken in die Modernisierung des Waffenplatzes investiert worden.

Genau das droht VBS-Chef Ueli Maurer nun dichtzumachen. In einem internen Papier skizziert er jüngst, wo er abbauen will: Bis zu einem Dutzend Waffenplätze, ein Rekrutierungszentrum, das Gros der unterirdischen Material- und Munitionsdepots, Militärspitäler sowie Übungs- und Schiessplätze sollen geschlossen werden und der Bestand auf 100000 Mann halbiert werden.

Die SVP freut sich über die Schützenhilfe von Susanne Hochuli

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Kanton nicht informiert

Hochuli hat auf das drohende Szenario nun bereits reagiert, als erste Regierungsrätin überhaupt, wie «blick.ch» schreibt. Gestern hat sie Armee-Chef Maurer, Korpskommandant André Blattmann einen Brief geschickt (und dem «Blick» eine Kopie davon). Darin schreibt sie: «Ich lege Wert darauf, festzuhalten, dass der Regierungsrat des Kantons Aargau unverändert hinter dem Waffenplatz Aarau steht und eine Aufhebung für ihn nicht zur Diskussion steht.»

Die Militärdirektorin wundert sich, dass in der Öffentlichkeit die Zukunft des Waffenplatzes «intensiv und kontrovers diskutiert wird, ohne dass die verantwortlichen Stellen beim Kanton informiert worden wären».

Zwölf Schiessplätze bedroht

Hochuli erinnert Maurer und Blattmann auch daran, an im Jahr 2010 gemachte Versprechen. Und daran, dass der Aargau für den Bund im gesamten militärischen Bereich seit Jahrzehnten «ein konstruktiver und lösungsorientierter» Vertragspartner ist.

In der Schweiz gibt es heute noch 40 Waffenplätze. Bis zu einem Dutzend davon will Maurer dicht machen. Auf der Abschussliste stehen neben Aarau auch jene in Liestal, Colombier NE und Mels SG gehören. (rsn)

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