«TalkTäglich»

Karin Bertschi: «Mein Bruder wäre fast gestorben»

«Bis 23 war ich ein flatterhaftes Huhn»

«Bis 23 war ich ein flatterhaftes Huhn»

Karin Bertschi schildert die Wende in ihrem Leben: den Unfall ihres Bruders.

Zum ersten Mal hat die Aargauer Recycling-Unternehmerin Kartin Bertschi über einen Unfall gesprochen, nach dem ihr Bruder mit dem Leben kämpfte.

Ist Reycling-Unternehmerin Karin Bertschi (27) in den Schlagzeilen, macht sie meist einen unbeschwerten Eindruck. Das mag an den Erfolgs- und Glücksmeldungen liegen: Bei den Grossratswahlen im Herbst 2016 erzielte die SVP-Politikerin ein Glanzresultat. Dieses Jahr heiratete sie ihren Partner Sigi Ladenbauer (43), mit dem sie in Wettingen ein neues Haus baut. Und erst vor kurzem hat die Polizei die Diebe geschnappt, die in ihr Recycling-Paradies in Reinach eingebrochen waren und für Aufregung gesorgt hatten

Dabei hat Bertschi schon selbst erfahren, wie schnell man durch ein Unglück verunsichert werden kann. Im Jahr 2013 hing plötzlich das Leben ihres Bruders an einem seidenen Faden. Im «TalkTäglich» auf Tele M1 hat sie erstmals öffentlich davon erzählt. Sie kam gerade mit einem Hilfskonvoi in Rumänien an, wo eine ihrer beiden Schwestern einen Hilfseinsatz leistete. Da rief die andere Schwester an und sagte, dass etwas Schlimmes passiert sei.  

Ihr Bruder wollte mit einer Maschine ein Fass aufschneiden, als es zu einer chemischen Entzündung kam. "Das Fass ist explodiert", erzählt Bertschi Moderator Rolf Cavalli. "Es gab eine riesige Wolke." Die Maschine prallte ihm ins Gesicht. "Man hat nicht gewusst, ob er überlebt, ob er bleibende Schäden davontragen wird."

"Ein total hilfloses Häufeli"

Plötzlich wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt. "In so einem Moment, da wird man schon ganz klein", schildert sie ihre damaligen Gefühle. "Und die Welt bleibt stehen, und man merkt, dass man ein total hilfloses Häufeli ist, weil man kann ja gar nichts machen." Ihr Bruder kam auf die Intensivstation. "Man wusste nicht: Schafft er es oder schafft er es nicht? Das prägt einen schon."

Probleme, die sie zuvor als gross eingeschätzt hat, wurden zu "total banalen Sachen". Etwa dass die Rohstoffpreise zu hoch waren oder dass ein Baugesuch nicht schnell genug behandelt wurde. 

Heute gehe es ihrem Bruder gut. "Er ist genesen." Wie die beiden Schwestern arbeitet auch er im Familienbetrieb, den Karin Bertschi von ihrem Vater übernommen hat.

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Sehen Sie hier den vollständigen "TalkTäglich". 

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