Nach dem Kantonsspital Baden (KSB) und den Psychiatrischen Diensten Aargau (PDAG) liegt jetzt auch die Jahresrechnung 2016 des dritten und grössten Kantonsspitals vor, der Kantonsspital Aarau AG (KSA). Laut einer Mitteilung erwirtschaftete das KSA einen Überschuss von 1,5 Millionen Franken. «Wir schliessen dieses Jahr mit einem verhaltenen Plus ab», schreibt dazu KSA-Verwaltungsratspräsident Konrad Widmer.

Der Betriebsertrag liegt mit 620 Millionen Franken um 2,2 Prozent oder 13,5 Millionen Franken über dem Vorjahr. Der Personalaufwand wurde gemessen am Umsatz um 1 Prozent auf 61 Prozent gesenkt. Dies entspreche einer respektablen Effizienzsteigerung, schreibt das Kantonsspital Aarau.

Der wichtige Ebitda (Gewinn vor Zinsen und Steuern) beträgt 36,1 Millionen Franken, was 5,8 Prozent des Umsatzes entspricht. Damit liege das KSA im Durchschnitt der Schweizer Kantonsspitäler (6 Prozent), für eine nachhaltige Investitionstätigkeit müsse der Wert aber künftig höher ausfallen. Der Ebitda ist leicht höher als im Vorjahr und massiv höher als vor zwei Jahren.

Mehr ambulant als stationär

Im stationären Bereich gab es ein Plus an Patienten von 1,1 Prozent. Die ambulanten Leistungen nahmen gar um 6,3 Prozent zu. Damit habe der Forderung nach vermehrt ambulant durchgeführten Leistungen entsprochen werden können, schreibt das KSA, und weiter: «2016 wurden erstmals auch in ausgewählten Bereichen wie der Kardiologie und Onkologie komplexe Fälle ambulant therapiert.»

Gestiegen sind auch die Zahlen der Geburten (1806, +7 Prozent) sowie der Notfälle. Bei Letzteren wurde ein neuer Höchstwert sowohl bei den Erwachsenen (46 680, +7,2 Prozent) als auch bei den Kindern (21 556, +9,5 Prozent) erreicht. (MKU)