Damit will sich das KSA in der Herzchirurgie neu ausrichten, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung des KSA und des USB vom Sonntag heisst.

Aus Sicht des KSA liege der Vorteil darin, dass Herzpatienten aus einer Hand, an einem Ort und 24 Stunden behandelt werden könnten, heisst es weiter in der Mitteilung, die eine entsprechende Meldung der "NZZ am Sonntag" bestätigt.

Hintergrund der angekündigten Bewerbung um den Leistungsauftrag Herzchirurgie ist, dass der Kanton Aargau das Verfahren für die Spitalliste ab 2020 eröffnet hat.

Das KSA ist erst vor vier Jahren eine Partnerschaft mit der privaten Hirslanden Klinik Aarau eingegangen. Deshalb hat auch Hirslanden, wo das Team des Berner Chirurgen Thierry Carrel und von Lars Engelberger in einer eigenen Firma tätig sind, einen Leistungsauftrag vom Kanton Aargau. Diese Partnerschaft soll per 2020 aufgelöst werden.

Der Kanton Aargau wird nächstes Jahr die Leistungsaufträge neu vergeben. So lange bleibt die Frage offen, ob der Kanton zwei Zentren bewilligen wird, oder ob er dem eigenen Spital oder der privaten Hirslanden den Vorzug geben wird. In der Schweiz gibt es bereits 16 Herzzentren, obwohl Fachleute davon ausgehen, dass ein Drittel davon genügen würde.

Das KSA macht indes keinen Hehl daraus, dass sich mit der neuen Partnerschaft "der betriebswirtschaftliche Erfolg des Spitals wesentlich steigern" liesse.