Bussen
Kantonspolizei macht mit nur drei Messgeräten Jagd auf Raser

Mit nur zwei Radargeräten und einem Lasermessgerät muss die Aargauer Kantonspolizei auf den Autobahnen und den Strassen unter kantonalem Hoheitsgebiet auf Raser-Jagd gehen. Das gesamte Bussenbudget fällt dabei für den Aargau niedrig aus.

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Radarfalle zwischen Seon und Schafisheim

Radarfalle zwischen Seon und Schafisheim

Pascal Meier

Ganze drei Messgeräte stehen der Aargauer Kantonspolizei zur Bekämpfung von Temposündern zur Verfügung: Zwei Radargeräte und ein Lasermessgerät. Bei den beiden Radargeräten handelt es sich um die grauen Kästen, die auf einem oder drei Beinen an Autobahnbaustellen, oder auch mal auf offenem Feld stehen.

Das Lasermessgerät wird dazu verwendet um aus weiter Distanz Raser zu erfassen, die das Tempolimit grob überschreiten. Damit werden die meisten Fahrausweisentzüge nachgewiesen.

Wenig Kontrollen im Aargau
Die Mess- oder Radargeräte bei der Regionalpolizei der jeweiligen Gemeinden sind unterschiedlich, wie die jüngste Anschaffung einer semistationäre Radaranlage der Repol unteres Fricktal beweist. (az brichtete)

Aber auch mit diesen Anlagen werden im Aargau nur sehr wenige Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt - so wenige, dass man den Aargau in Sachen Bussenbudget kaum mit anderen Kantonen vergleichen kann, auch wenn der Aargauer gern über das Thema klagt.

So sank die Zahl der durch Ordnungsbussen eingenommenen Gelder im Aargau 2010 bis 2011 von 5,2 Millionen auf 4,8 Millionen. In Zürich stiegen die Ordnungsbussen im Selben Zeitraum von rund 20 Millionen auf 23 Millionen Franken.

Ordnungsbussen

Ordnungsbussen umfassen nicht nur die Bussen, die für überhöhte Geschwindigkeiten verteilt werden, sondern alle Bussen: Vom Handy am Ohr während dem Fahren, bis hin zur vernachlässigten Anschnallpflicht.

Dies kann durchaus damit zusammenhängen, dass im Aargau die Verwendung von stationären Radarfallen, zwar nicht verboten, aber dennoch nicht erwünscht sind. Für gewöhnlich sind es aber gerade diese Kästen, die viel Geld in die Kasse der Polizei spühlen. Auch Rotlichtanlagen, die viel Bussen zur Folge haben, verwendet die Polizei im Aargau nicht. (kgh)