Lebensmittelsicherheit

Kantonales Labor für Verbraucherschutz wird geschlossen – Beizer befürchten mehr Kontrollen

Lebensmittelsicherheit in Gefahr

Lebensmittelsicherheit in Gefahr

Das kantonale Labor für Verbraucherschutz wird geschlossen. Das Gebäude sei zu alt und die Sanierung zu teuer. Nun wird eine externe Lösung gesucht.

Weil das Gebäude in Aarau zu alt und die Kosten für eine Sanierung zu hoch sind, ist es möglich, dass künftig eine externe Lösung zum Tragen kommt.

Das kantonale Labor für Verbraucherschutz kontrolliert Lebensmittel – momentan ist es in Aarau untergebracht, in einem über 100-jährigen Gebäude. Ein Neubau würde fast 70 Mio. Franken kosten. Wie Tele M1 berichtet, will der Kanton das Labor schliessen und prüft eine externe Lösung.

Möglich wäre, dass der Aargau die Lebensmittelproben künftig in einem Nachbarskanton oder von einem privaten Labor untersuchen lässt. Grossrat Jürg Knuchel (SP) ist überzeugt, dass die Aufgabe in der Hand des Kantons bleiben sollte. Anders sieht dies Grossrat Jean-Pierre Gallati: «Die Kostenersparnis sollte meiner Auffassung nach 10 bis 20 Prozent, in diesem Aufgabenbereich also bei 1 bis 2 Millionen liegen.» Knuchel dagegen findet: «Die Kosteneffizienz steht nicht über der Sicherheit und dem Schutz der Bevölkerung, sondern auf gleicher Stufe.» 

Der oberste Wirt im Aargau, Bruno Lustenberger, gibt zu bedenken, dass es bei einem externen Anbieter zu mehr Kontrollen kommen könnte: «Es wäre möglich, dass es dann nur noch ums Geld geht.» Es brauche Kontrollen, so der Präsident von Gastro Aargau, aber sie müssten fair sein, auch für die Wirte. (kob)

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