Badeunfälle

Kanton will Empfehlungen zum Schwimmunterricht überprüfen

Schwimmunterricht: Die SP fordert klarere Richtlinien.

Schwimmunterricht: Die SP fordert klarere Richtlinien.

Die SP fordert verbindliche Richtlinien für den Schwimmunterricht. Die Lehrpersonen brauchten diese Sicherheit. Die jetzigen Empfehlungen geben aber auch Spielraum für schulspezifische Bedürfnisse, sagt eine Sprecherin vom zuständigen Departement.

Welche Anzahl Schüler eine Lehrperson während des Schwimmunterrichts im Auge behalten kann, gibt zurzeit zu reden. Anlass dafür ist ein Vorstoss der SP-Fraktion im Grossen Rat.

Darin werden verbindliche Richtlinien für den Schwimmunterricht gefordert – auch punkto maximaler Gruppengrösse. Damit sollen die Lehrpersonen bei Unfällen rechtlich abgesichert sein (wir berichteten).

Das Departement Bildung, Kultur und Sport empfiehlt zurzeit in einem Merkblatt Gruppen von maximal 12 Schülern. Man wisse, dass sich die Lehrpersonen verbindliche Richtlinien wünschen, sagt Sprecherin Irène Richner.

«Dieses Anliegen ist nachvollziehbar», sagt sie, weist aber auch darauf hin, dass die Empfehlungen den Schulen vor Ort Spielraum geben, um die Vorgaben ihren schulspezifischen Bedürfnissen anzupassen.

Auch eine einheitliche Regelung könne dem Anspruch auf absolute Sicherheit nicht gerecht werden, sagt Richner. Aufgrund des vom Grossen Rat eingereichten Auftrags wird der Kanton die geltenden Empfehlungen nun aber überprüfen.

Unterschiedliche Bedürfnisse

Dass es unterschiedliche Bedürfnisse gibt, zeigt die Handhabung des Schwimmunterrichts in den verschiedenen Schulen. Oft ist das Problem, überhaupt einen Platz am Wasser zu bekommen. Denn die wenigsten Gemeinden haben ein Hallenbad. Schwimmen lernen deshalb viele Schüler im Freibad, beispielsweise die Schüler von Muri und Schöftland.

Glück haben die Laufenburger Schüler. Nach längerem Unterbruch haben nun alle Unterstufenschüler wieder regelmässigen Schwimmunterricht. Zur Beaufsichtigung der Kinder werden jeweils alle verfügbaren Lehrpersonen aufgeboten. Damit werde ein Betreuungsverhältnis von maximal fünf Kindern auf eine Lehrperson erreicht, sagt Schulleiterin Judith Zürcher. (wua)

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